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Charlie Chaplin trifft „Fremde. Heimat“

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Inmitten der Flüchtlingsporträts aus der Ausstellung „Fremde. Heimat“ hat Dekanatskantorin Han Kyoung Park-Oelert in Bensheim-Schwanheim ein ebenso ungewöhnliches wie viel beachtetes Orgelkonzert gegeben – zu zwei Stummfilmen von Charlie Chaplin.

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Die Musik zu den Filmen „Der Einwanderer“ von 1917 und „Der Vagabund“ von 1916 wirkte wohl durchdacht, durchkomponiert und musikalisch auf den Punkt gebracht. Und doch war es reine Orgelimprovisation. Han Kyoung Park-Oelert spielte nicht nach Noten. Sie ließ sich von den einzelnen Filmszenen inspirieren und von den Reaktionen des Publikums. Lachten die Zuschauer bzw. Zuhörer verstärkte die Kantorin dies durch ihr Orgelspiel. Ein Beispiel: In „Der Einwanderer“, in dem es um Migration in die USA geht, tritt Charlie Chaplin mit seinem Fuß auf ein Geldstück, um es vor dem Kellner zu verstecken. Der Orgel entlockte sie in diesem Moment einen Ton, das man förmlich Chaplins Fußtritt auf dem Parkett hörte. Für ihre Orgelimprovisation erntete Park-Oelert, die seit Jahresbeginn Dekanatskantorin mit Sitz in Rimbach ist, lang anhaltenden Applaus der rund 100 Besucher. 

Flucht ist kein neues Phänomen

Die Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim zeigt in ihrer Kirche noch bis zum 19. Februar die Ausstellung „Fremde. Heimat“. Sie wurde vom Evangelischen Dekanat Bergstraße konzipiert. Bei den insgesamt 17 Flüchtlingsporträts kommen nicht irgendwelche Flüchtlinge zu Wort, sondern Menschen, die an der Bergstraße leben und Nachbarn sein könnten. Flüchtlinge, die aktuell aus Afghanistan, Irak, Syrien oder Somalia nach Deutschland gekommen sind, berichten über ihre Fluchtgründe und Fluchtwege. Befragt wurden auch Menschen, die vor 10, 20 oder 30 Jahren aus der Fremde kamen und an der Bergstraße eine neue Heimat gefunden haben. Zudem erzählen Heimatvertriebene, die sich nach dem 2. Weltkrieg in der Region niedergelassen haben, von ihrem Fluchterfahrungen und ihren Schwierigkeiten, sich eine neue Existenz aufzubauen. Die Kirche ist tagsüber offen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Spende für die Flüchtlingshilfe Bensheim

Pfarrer Hans Greifenstein warb bei der Konzertveranstaltung für die Bensheimer Erklärung, auf die sich die Stadt Bensheim, die örtlichen Kirchengemeinden sowie Glaubens- und Religionsgemeinschaften verständigt hatten. Darin heißt es unter anderem: „Als Bürger der Stadt Bensheim und als gläubige Christen und Muslime, die sich in der Verantwortung für das Wohl unserer Stadt sehen, sind wir uns einig und wollen die von Gott verliehene Würde eines jeden Menschen achten, Bensheim weltoffen gestalten, Integration fördern und fordern, ein friedliches Miteinander ermöglichen.“

Für das Stummfilmkonzert wurde auf Eintritt verzichtet. Die Kirchengemeinde bat stattdessen um eine Spende für die Flüchtlingshilfe Bensheim. Es kamen genau 472,17 Euro zusammen.

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