Dekanat Bergstraße

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Geschichten von Paulus

Familienzeit am Dienstag

Dt.Bibelgesellschaft

Liebe Kinder, liebe Eltern, es ist im Moment schon eine seltsame Zeit für uns alle. Die Kitas und Schulen sind weiterhin geschlossen und mit Euren Freunden könnt Ihr Euch auch nicht wie gewohnt treffen. Aus diesem Grund gibt es die „Familienzeit“, in der wir von montags bis freitags zu einem Wochenthema Geschichten erzählen und dazu Spiele-, Bastel- und Kreativangebote machen.

Liebe Kinder, liebe Eltern,

Kennt ihr das? Dass man wie blind ist und manche Wahrheiten einfach nicht sehen kann oder will? So wie Saulus ein Feind der Christen war und gedacht hat, sie wären gefährlich obwohl das gar nicht stimmte. Dann brauchen wir jemanden, der uns hilft, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Von so jemandem erzählt die Geschichte heute:

„Das mache ich nicht! Auf gar keinen Fall! Was denkst du dir denn dabei, Gott? Dieser Saulus verfolgt uns! Er hat sogar schon Christen getötet! Das ist ein böser und gefährlicher Mann! Zu dem gehe ich auf gar keinen Fall! Der bringt mich um!“ Hananias war aufgesprungen. Bis gerade hatte er noch auf seiner Matte gesessen und gebetet. Seien Gedanken waren dabei immer wieder um diesen Saulus gekreist. Er war hier in der Stadt, in Damaskus. Man sagt, er hätte seit seiner Ankunft seine Herberge nicht mehr verlassen. Beim Beten war es Hananias plötzlich gewesen, als ob er die Stimme Gottes in seinem Herzen spüren könnte. Gott wollte, dass er - Hananias – zu Saulus geht und ihm hilft. Aber das wollte er nicht. Er hatte Angst. Und überhaupt: hatte so einer Hilfe verdient?

Hananias setzte sich wieder, atmete tief durch und dachte noch einmal nach. „Na gut, Gott. Du hast gewonnen. Ich gehe.“ Vor der Herberge angekommen, klopfte ihm sein Herz bis zum Hals. Was würde passieren? Das Zimmer von Saulus lag ganz hinten  - es war das letzte auf dem Flur. Hananias klopfte und trat dann zögernd ein. Und da, auf der Matte in der Zimmerecke gekauert saß ein Mann. Er sah ganz anders aus, als Hananias ihn sich immer vorgestellt hatte. Der Mann blickte mit leeren Augen auf und in dem Moment erkannte Hananias, dass er blind war. „Wer ist da?“, fragte der Mann. „Ich heiße Hananias. Gott mich zu dir geschickt. Bist du… Saulus?“ „Ja, bin ich. Aber du musst keine Angst vor mir haben. Ich hatte drei Tage Zeit, um nachzudenken. Ich habe mich verändert. Gott hat mich verändert. Und ich habe von dir geträumt. Ich habe geträumt, jemand würde kommen und mir helfen.“ Da ging Hananias auf Saulus zu und kniete sich vor ihn hin und legte die Hände auf seinen Kopf:  „Lieber Bruder, Jesus hat mich zu dir geschickt, damit ich dir helfe. Du sollst wieder sehen können und du sollst  Gottes Liebe und  Gottes Kraft erfahren, so wie ich es auch erfahren habe.“

Da fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen. Er konnte wieder sehen. Er konnte sehen, dass es falsch gewesen war, die Christen zu verfolgen. Er blickte Hananias ins Gesicht. „Hananias, ich danke dir. Ich beginne, etwas zu ahnen von der Liebe Gottes. Jetzt erkenne ich. Ich möchte noch mehr erfahren von Jesus und von euch. Kann ich zu euch mitkommen?“ Hananias zögerte, aber dann nickte er. „Ja, du kannst mitkommen“. Saulus stand auf. Er war etwas wackelig auf den Beinen, aber es ging. Er aß und trank ein bisschen und dann gingen sie los. Sie gingen zu dem Haus, in dem sich die Christen trafen.  Saulus wollte mehr erfahren von diesem Jesus und sich taufen lassen, denn er wollte zu ihm gehören – zu ihm und den anderen Jesusleuten. Als Zeichen dafür, dass er sein ganzes Leben ändern wollte, hatte er einen neuen Namen angenommen. Er hieß ab sofort nicht mehr Saulus, sondern Paulus.

Wenn man blind ist, ist es ganz schwer zu erkennen, wo man gerade ist. Wenn ihr mögt, probiert das einmal aus und macht ein Spiel daraus. Einer verbindet dem anderen die Augen mit einem Tuch. Dreht den Blinden im Kreis und führt ihn oder sie dann kreuz und quer durch die ganze Wohnung oder den Garten, bis zu einem bestimmten Platz. Der Blinde muss raten, wo genau er gerade ist und bekommt dann das Tuch abgenommen, um zu überprüfen, ob das richtig ist. Danach könnt ihr die Plätze tauschen.

Oder spielt doch mal wieder Topfschlagen! Findet blind und mit einem Löffel in der Hand den Topf mit dem Schatz! Die anderen helfen euch durch zurufen. Vielleicht ist Gott ja auch so ein Schatz und Hananias hat Paulus geholfen, diesen Schatz zu finden.

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