Dekanat Bergstraße

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Für Kinder und Eltern

Familienzeit am Donnerstag

pixabay

Liebe Kinder, liebe Eltern, es ist im Moment schon eine seltsame Zeit für uns alle. Die Schulen sind – noch – geschlossen ebenso die Kitas. In den Sportverein könnt Ihr nicht gehen, Eure Musikgruppen fallen aus und mit Euren Freunden solltet Ihr Euch auch nicht treffen. Aus diesem Grund gibt es nun die „Familienzeit“, in der wir von montags bis freitags zu einem Wochenthema Geschichten erzählen und dazu Spiele-, Bastel- und Kreativangebote machen.

K.FolkDer erste Teil des Sandbildes. Fortsetzung erfolgt morgen.

Hallo liebe Familien,

heute habe ich Euch eine Geschichte von Jesus mitgebracht. Die Geschichte spielt zu der Zeit, zu der Jesus noch zu Hause in der Tischlerwerkstatt seines Vaters Josef lebt und arbeitet.  Eine Wüste ist ja auch ein Ort, an dem man alleine sein kann. Wo einen nichts ablenkt. Wo man in Ruhe nachdenken kann. So einen Ort hat Jesus gebraucht. Und das kam so:

Schon als Kind und Jugendlicher hat Jesus gemerkt, dass die Welt um ihn herum ungerecht ist. Die Welt, wie Jesus sie vorfindet und die Welt, wie wir sie heute vorfinden ist nicht so, wie Gott sie sich ursprünglich gedacht hat. Es gibt Ungerechtigkeit, es gibt Leid, es gibt keine heile Welt. Man könnte resignieren. Aber das tut Jesus nicht. „Vielleicht,“ so denkt er „möchte Gott von mir, dass ich mich dafür einsetzte, dass die Welt besser wird, dass die Menschen teilen, dass die Menschen die Last der anderen mittragen, dass Menschen wieder heil werden. Soll ich das tun? Und wenn ja, wie soll ich das machen? Bin ich stark genug dafür?“ Um das heraus zu finden, geht Jesus zuerst zum Wasser: zu Johannes dem Täufer. Er wird getauft und Gott spricht ihm zu: „Du bist mein lieber Sohn! Ich freue mich über dich.“ Jetzt weiß Jesus, dass er zu Gott gehört und Gottes Werk ausführen soll. Aber wie? Um darüber nachzudenken, geht er in die Wüste.

Er nimmt nichts zu essen mit und nur wenig zu trinken. Er will fasten. Nichts soll ihm stören beim Nachdenken. 40 Tage lang bleibt Jesus in der Wüste. Er ist ganz allein. Nur Sand und Steine sind um ihn herum. Jesus betet viel. Er kommt in Kontakt mit Gott. Vieles wird ihm klar. Aber nach so einer langen Zeit in der Wüste, hat Jesus kaum noch Kraft. Er hat Hunger und er hat Durst.Da spürt er plötzlich eine böse innere Stimme in sich. Es war, als würde sie ihm direkt ins Herz flüstern: „Jesus, du Gottessohn, du hast doch Hunger, oder? Sag doch zu diesen Steinen, dass sie zu Brot werden sollen.“ „Nein“, ruft Jesus. Er ruft es laut aus. „Das ist nicht genug. Der Mensch lebt nicht nur alleine vom Brot. Er braucht auch Gottes Zuspruch.“

Jesus ist so erschöpft, dass er eingeschlafen ist. Im Traum steht er auf einem hohen Berg. Von hier aus hat er einen ganz weiten Blick auf viele Länder und Städte. Die böse Stimme ist wieder da. Sie sagt: „Über alle diese Länder kannst du herrschen. Du kannst alle Macht der Welt haben. Du kannst die Menschen beherrschen. Alles, was du dafür tun musst, ist das Böse in dir groß werden zu lassen und es anzubeten!“ „Nein“, ruft Jesus. Er ruft es laut aus. So laut, dass er selber davon wach wird. „ Nur Gott soll in mir groß werden. Nur Gott werde ich anbeten!“

Jesus schläft wieder ein. Er träumt, dass er in Jerusalem auf dem höchsten Turm des Tempels stehen würde. Fast wird ihm schwindelig, als er nach unten blickt. Und wieder flüstert die böse Stimme: „Wirf dich hinunter. Gottes Engel werden dich sicher retten. Wenn du willst, kannst du auch die Naturgesetzte beherrschen.“ „Nein“, ruft Jesus. Er ruft es ganz laut. „Niemand darf alles beherrschen. Niemand darf auf diese Weise Gott versuchen. Verschwinde!“

Da wacht Jesus auf. Er atmet schwer. Die böse Stimme ist weg. Sie kommt nie wieder. Langsam wird alles ruhig in ihm, ruhig und sicher. Er weiß jetzt, wie sein Lebensweg aussehen soll. Noch einmal fällt sein Blick auf die Sandhügel und den weiten Horizont. Und dann geht er zurück und beginnt das neue Leben.

„Nein“ sagen zu können, das ist gar nicht so leicht. Aber es ist wichtig. Wenn jemand etwas von uns will, was nicht gut ist für uns oder für andere Menschen. Manchmal müssen wir auch zu unserer eigenen inneren Stimme „nein“ sagen – so wie Jesus. Das kann man richtig üben. Wenn Ihr mögt, probiert es aus. Einer ist derjenige, der ganz dumme Fragen stellt, so wie: „Würdest Du aus dem Fenster im zweiten Stock springen?“ Und Ihr ruft ganz laut „Nein!“

Außerdem habe ich noch eine Bastelidee für Euch! Malt doch mal mit Sand und Kleister ein Wüstenbild. Das geht so: Ihr braucht ein dickeres Blatt Papier oder ein Stück Tonpapier oder Tonkarton, angerührten Kleister, einen Pinsel und eine Schale mit Sand. Am besten nehmt Ihr Vogelsand oder Dekosand, aber auch etwas Sand aus dem Sandkasten ist möglich. Jetzt malt Ihr mit dem Kleister eine Wüstenlandschaft auf das Papier oder den Karton. Ihr könnt z.B. Sanddünen malen, Kakteen, vielleicht eine Palme oder die Sonne am Himmel. Immer, wenn Ihr ein Teil des Bildes fertig gemalt habt, streuselt Ihr Sand darüber. Der Sand bleibt an dem Kleister hängen und den Rest Sand könnt Ihr wegpusten oder abschütteln. Am besten gestaltet Ihr das Sandbild draußen oder drinnen an einem Ort, an dem man den restlichen Sand gut vom Boden wegsaugen kann.

Morgen findet Ihr hier eine Idee, wie man das Bild weiter gestalten kann.

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