Dekanat Bergstraße

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Geschichten von Paulus

Familienzeit an Himmelfahrt

Dt.Bibelgesellschaft

Liebe Kinder, liebe Eltern, es ist im Moment schon eine seltsame Zeit für uns alle. Die Kitas und Schulen sind weiterhin geschlossen und mit Euren Freunden könnt Ihr Euch auch nicht wie gewohnt treffen. Aus diesem Grund gibt es die „Familienzeit“, in der wir von montags bis freitags zu einem Wochenthema Geschichten erzählen und dazu Spiele-, Bastel- und Kreativangebote machen.

Bildergalerie

Hallo liebe Familien,

heute ist Feiertag – Christi Himmelfahrt. Die Geschichte dazu habe ich euch gestern erzählt: Jesus hat seinen Freunden einen Auftrag gegeben: „Jetzt seid ihr dran! Erzählt den Menschen von Gott und von mir und helft den Menschen.“ Und dann war er nicht mehr da – jedenfalls nicht mehr so, dass man ihn sehen kann. Wie genau das passiert ist? Ich weiß es nicht. Es ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist der Auftrag: Jetzt seid ihr dran!

Paulus hat sein ganzes Leben in den Dienst dieses Auftrags gestellt. Viel Gutes und Schönes hat er dabei erlebt. Aber auch Schlimmes. Und manchmal war es auch gefährlich. Schon ganz zu Anfang ist für Paulus gefährlich geworden. Und davon erzähle ich euch heute:

Paulus war Feuer und Flamme. Die Sache mit Jesus war so toll. Erst hatte er zugehört und sich die Geschichten  von Jesus erzählen lassen. Aber jetzt wollte er selber nach draußen. Noch viel mehr Menschen sollten erfahren, was er erfahren hatte, sollten Gottes Liebe kennen lernen. Beim ersten Mal war Paulus ganz aufgeregt gewesen. Er war in eine der Synagogen, der Gebetshäuser der Juden, gegangen und als die Zeit kam, wo gefragt wurde, ob jemand einen Text auslegen will, da ist er nach vorne gegangen und hat angefangen, von Jesus zu erzählen. Viele der Leute haben ganz irritiert geguckt: „Ist das nicht dieser Saulus, der die Christen alle gefangen nehmen wollte? Ob der jetzt selber Christ geworden ist? Das ist ja seltsam.“ Paulus hatte ihr Getuschel gehört. „Ja“, sagte er. „Ihr habt Recht. Ich war dieser Saulus, aber ich habe mich geändert.“ Und dann fing er an, ihnen von seiner Reise nach Damaskus zu erzählen, wie blind er gewesen war, wie er wie in einer Vision Jesus selber begegnet war und schließlich Gott ihn durch Hananias von seiner Blindheit befreit hatte. Die Leute hatten gebannt zugehört. Viele blieben nach dem Gottesdienst und wollten mehr hören. Paulus war jetzt mutig geworden und predigte an verschiedenen Orten. Viele Menschen wurden Christen. Aber es gab auch die, die das gar nicht gut fanden. Sie verabredeten sich im Haus des Statthalters, um zu beratschlagen. „Was bildet dieser Saulus oder Paulus sich nur ein? Kommt hierher, um angeblich die Christen gefangen zu nehmen, damit sie hier endlich keine Unruhe mehr verbreiten und jetzt ist er plötzlich selber Christ?“ „Und noch viel schlimmer: es werden immer mehr Christen. Das muss ein Ende haben. Wir müssen diesen Paulus zum Schweigen bringen!“ Da nahmen sie sich vor, Paulus zu töten. Sie postierten Wachen in der ganzen Stadt und an jedem der Stadttore. Paulus würde ihnen nicht entkommen. Aber die Jesusleute hatten zum Glück davon erfahren. Paulus war gerade auf dem Weg zu einer Versammlung, als sie ihn fanden. Einer hatte einen weiten Umhang dabei, den er Paulus umlegte. „Schnell, Paulus. Zieh das an und folge uns möglichst unauffällig.“ Paulus bekam einen Schreck. Hastig folgte er den beiden bis zu einem Haus, das direkt neben der Stadtmauer war. Drinnen waren schon andere versammelt. „Was sollen wir nur tun?“ „Er muss so schnell, wie möglich aus der Stadt verschwinden.“ „Ja, am besten noch heute Nacht“ „Aber wie? Die Wachen stehen doch auch nachts an den Stadttoren. Da kommt er niemals vorbei.“ „Ich habe eine Idee!“, sagte eine der Frauen. „Wir nehmen einen großen Korb und ein Seil und wenn es dunkel ist, dann setzt sich Paulus hinein und wir lassen ihn an der Stadtmauer herab.“ Und das taten sie. Paulus hatte Angst. Es war dunkel und niemand war zu sehen, als er vorsichtig auf die Stadtmauer kletterte und in den Korb stieg. Der Korb knarrte und schwankte hin und her. Paulus blickte nach unten. Es war so dunkel, dass er den Boden gar nicht sehen konnte.  Vorsichtig ließen die Freunde das Seil Stück für Stück weiter nach unten gleiten, bis Paulus festen Boden spürte. Er hatte es geschafft und machte sich im Schutz der Nacht auf den Rückweg nach Jerusalem.

Als ich noch ein Kind war, hatten meine Eltern eine Wohnung mit einem Balkon im zweiten Stock. Darunter war eine Wiese, die allen gehörte, die im Haus wohnten. Manchmal habe ich mir mit einer Freundin Kekse und etwas zu trinken oder ein anderes kleines Picknick in einen Korb gelegt und eine lange Schnur an den Korb gebunden. Dann ist eine von uns nach unten gerannt und hat den Korb mit dem Picknick für die andere abgeseilt. Oder wir haben meine Mutter gebeten, den Korb abzuseilen. Natürlich hätten wir das Picknick auch einfach so mit nach draußen nehmen können, aber so hat es mehr Spaß gemacht. Wenn ihr mögt, probiert das einmal zu Hause aus und seilt einen Picknickkorb aus einem Fenster oder dem Balkon nach unten auf die Wiese oder den Garten.

Oder ihr bastelt einen eigenen Flechtkorb aus einem Pappteller und dicker Wolle. Die einzelnen Bastelschritte könnt ihr auf der Bilderstrecke sehen. Ihr malt mit Hilfe einer Tasse einen kleinen Kreis in die Mitte des Tellers und markiert mit einem Bleistift immer abwechselt jede zweite und zweieinhalbte Rille, so dass sich insgesamt 22 Markierungen ergeben (je nach Pappteller können die Abstände unterschiedlich sein. Malt auf dem Innenkreis 11 Markierungen und verbindet die Markierungen so, wie auf dem Foto zu sehen ist. Wenn ihr jetzt die sich gebildeten Zacken ausschneidet, erhaltet ihr eine Art Stern mit 11 Strahlen. Knickt die Strahlen nach oben. Jetzt könnt ihr anfangen, mit der Wolle immer hin und her zu flechten. Dabei müsst ihr unten anfangen. Natürlich könnt ihr auch mehrere Wollen benutzen. Zum Schluss knickt ihr die Reste der Strahlen nach außen.

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