Am Sonntag, 19. April, ab 19 Uhr, öffnet die Bensheimer Michaelskirche (Darmstädter Straße 25) ihre Türen zu einem außergewöhnlichen musikalischen Abend. Unter dem Motto „Violine solo – ein Streifzug durch die Musikgeschichte“ präsentiert Michael Hahn, renommierter Geiger und ehemaliges Mitglied des hr-Sinfonieorchesters, auf Einladung der Evangelischen Michaelsgemeinde ein abwechslungsreiches Programm mit Werken aus mehreren Jahrhunderten.
Im Zentrum des Abends steht die Solovioline – ohne Begleitung, unmittelbar und intensiv. Auf dem Programm stehen Kompositionen von Heinrich Ignaz Franz Biber, Georg Philipp Telemann, Max Reger, Karlheinz Stockhausen, Ernest Bloch, Boris Blacher und dem zeitgenössischen Geiger Aleksey Igudesman. Die Werke reichen von barocker Klangpracht über romantische Ausdruckskraft bis zu modernen und experimentellen Klängen des 20. Jahrhunderts.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Fantasien von Telemann, deren kompositorische Qualität und spielerische Originalität oft im Schatten der Solosonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach stehen. Michael Hahn kombiniert fünf dieser Fantasien mit Werken vor allem aus dem 20. Jahrhundert. Dadurch entstehen spannende Kontraste und Parallelen, die sowohl den Musiker als auch das Publikum auf eine abwechslungsreiche und erkenntnisreiche Reise mitnehmen.
Michael Hahn, der sein Violinstudium bei Professor Alois Kottmann in Frankfurt am Main abschloss und sich in Meisterkursen bei Boris Goldstein, Gidon Kremer, Yuoko Shiokawa und Igor Ozim weiterbildete, war bis 2013 Mitglied des hr-Sinfonieorchesters und konzertierte weltweit in Solokonzerten, Kammermusikensembles und Rundfunkaufnahmen. Heute widmet er sich hauptsächlich der Kammermusik und der Arbeit mit Streichorchestern.