Christine Burg-Seibel koordiniert die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße

veröffentlicht 27.05.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Die Notfallseelsorge im Landkreis Bergstraße hat eine neue Koordinatorin: Christine Burg-Seibel arbeitet im Heppenheimer Haus der Kirche. Die Sozialwissenschaftlerin bringt Erfahrung aus Beratung, Organisationsentwicklung und kirchlicher Arbeit mit.

Die Notfallseelsorge im Landkreis Bergstraße hat eine neue Koordinatorin: Christine Burg-Seibel arbeitet seit dem 1. Mai in der Geschäftsstelle der Notfallseelsorge im Heppenheimer Haus der Kirche, dem Sitz des Evangelischen Dekanats Bergstraße. Dort ist sie auch angestellt. Finanziert wird die Viertelstelle aus Mitteln des Landkreises Bergstraße.

In der Geschäftsstelle arbeitet Burg-Seibel mit Sabina Geiger zusammen, die als Sekretärin das Büro der Notfallseelsorge betreut. Unterstützung in ihrer Koordinatorinnen-Tätigkeit erhält sie zudem von Gemeindereferent Michael Held, dem Beauftragten für Notfallseelsorge des Katholischen Bistums Mainz.

Für Christine Burg-Seibel verbindet die neue Aufgabe vieles, was ihren beruflichen Weg seit Jahren prägt: Menschen begleiten, Strukturen gestalten und Verantwortung in einem kirchlichen Umfeld übernehmen. Die 55-Jährige bringt Erfahrungen aus Organisationsentwicklung, Beratung, Projektarbeit und Verwaltung mit. Zugleich nähert sie sich der Notfallseelsorge nicht nur beruflich, sondern auch persönlich:

“Eine hohe Sinnhaftigkeit”

Derzeit absolviert sie selbst die Ausbildung zur ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin. Die Arbeit in diesem Bereich habe für sie „eine hohe Sinnhaftigkeit“, sagt sie. Deshalb wolle sie sich auch ehrenamtlich engagieren. Bis zu den Sommerferien werde sie drei von vier Ausbildungsmodulen abgeschlossen haben, danach folgten das letzte Modul und das Praktikum. 

Geboren wurde Christine Burg-Seibel in Mainz, aufgewachsen ist sie in Wiesbaden, studiert hat sie in Gießen. „Ich bin aus Hessen nie wirklich herausgekommen“, sagt sie mit einem Lächeln. Seit rund zwanzig Jahren lebt sie mit ihrem Mann an der Bergstraße. Das Paar hat zwei Kinder, die inzwischen erwachsen sind und studieren. Die Region sei ihr ans Herz gewachsen, auch wenn ihr „wirklich der Rhein vor der Haustüre“ fehle. 

Nach ihrem Studium der Sozialwissenschaften arbeitete Burg-Seibel zunächst in einem Beratungsunternehmen in Bensheim. Nach der Familienphase führte ihr beruflicher Weg stärker in den Verwaltungsbereich. Unter anderem war sie zehn Jahre lang im Büro der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde tätig. Parallel qualifizierte sie sich weiter:

Bekannte Aufgaben

Beim Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (IPOS) absolvierte sie eine Weiterbildung in Organisationsentwicklung und Gemeindeberatung und arbeitete anschließend in der Beraterinnen- und Berater-AG mit. Seit 2023 ist sie beim IPOS in einer Projektstudienleitungsstelle für den Reformprozess „ekhn2030“ tätig. Vor Kurzem schloss sie zudem eine Weiterbildung als Coach ab. 

Menschen vernetzen, Prozesse begleiten, Entwicklungen anstoßen – solche Aufgaben kennt Christine Burg-Seibel aus ihrem Berufsalltag seit vielen Jahren. Sie hat Fortbildungen organisiert, Gruppen begleitet und gelernt, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Genau diese Erfahrungen sieht sie auch als wichtige Grundlage für ihre neue Aufgabe in der Notfallseelsorge. 

Kirchlich geprägt ist Burg-Seibel seit jungen Jahren. Als evangelisches Gemeindemitglied sei sie „ganz klassisch sozialisiert“, erzählt sie: Kindergottesdienst, Konfirmation, frühes Engagement im Kirchenvorstand – bereits mit 18 Jahren gehörte sie dem Gremium an. Heute ist sie zudem als Lektorin im Dekanat beauftragt. 

Vielseitig engagiert

Auch außerhalb von Beruf und Kirche ist die neue Koordinatorin vielseitig engagiert. Musik spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Sie singt im Kammerchor Cantemus Bensheim und engagiert sich im Heppenheimer Verein „Forum Kultur“. Dort verantwortet sie den Bereich Kammermusik. Einen eher stillen Ausgleich findet sie im eigenen Garten. „Gut entspannen kann ich mich bei der Gartenarbeit, bevorzugt beim Unkrautrupfen“, sagt sie – und meint das ausdrücklich ernst. 

Die Notfallseelsorge kannte Christine Burg-Seibel bislang vor allem aus der Außensicht – über Kolleginnen und Kollegen, aus Beratungszusammenhängen und aus der öffentlichen Berichterstattung. Umso mehr freue sie sich darauf, nun Teil des Teams zu werden, neue Begegnungen zu erleben und die Arbeit der Notfallseelsorge im Landkreis Bergstraße mitzugestalten. 

Übrigens: Wer sich ehrenamtlich bei der NFS Bergstraße engagieren möchte, kann sich an die Geschäftsstelle der Notfallseelsorge im Haus der Kirche, Ludwigstraße 13 in 64646 Heppenheim, wenden. E-Mail: mail@nfs-bergstrasse.de, Telefon: 06252/6733-53 oder -54. 

Träger der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße sind neben der Evangelischen Kirche und der Katholischen Kirche auch die Feuerwehren, die Notärzte, der Malteser Hilfsdienst (MHD), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie das Technische Hilfswerk (THW). Sie entsenden je einen Vertreter in das sogenannte „Leitungsteam“ der Notfallseelsorge.