EAK Bergstraße will das „C“ in der CDU stärker sichtbar machen

veröffentlicht 14.03.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Bergstraße ist mit einer neuen Leitung ins Jahr 2026 gestartet. Bei einer Sitzung im Heppenheimer Haus der Kirche diskutierten die Mitglieder über die Zukunft des Arbeitskreises und hörten einen Vortrag von Dekanin Sonja Mattes zur Rolle der Kirche in einer gestressten Gesellschaft.

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Bergstraße hat sich zu seiner ersten Sitzung im Jahr 2026 im Heppenheimer Haus der Kirche getroffen. Gastgeber war das Evangelische Dekanat Bergstraße. Präses Ute Gölz begrüßte die Teilnehmenden zu der Veranstaltung. Im Mittelpunkt des Treffens standen personelle Veränderungen, die zukünftige Ausrichtung des Arbeitskreises sowie ein Vortrag über die Rolle der Kirche in einer zunehmend belasteten Gesellschaft.

Neue Leitung für den EAK Bergstraße

Neue Leiterin des Evangelischen Arbeitskreises Bergstraße ist Cora Bügenburg aus Zwingenberg. Sie gehört zugleich dem Landesvorstand des EAK Hessen als Beisitzerin an. Bügenburg folgt auf Albert Hermann aus Einhausen, der den Arbeitskreis über viele Jahre geleitet hatte.

Für seinen langjährigen Einsatz dankte ihm Birgit Heitland, Vorsitzende der CDU Bergstraße und Abgeordnete des Hessischen Landtags. Sie würdigte Hermann für sein Engagement an der Schnittstelle zwischen Kirche und Politik. Zugleich führte sie Cora Bügenburg offiziell in ihr neues Amt ein.

Diskussion über die Zukunft des Arbeitskreises

Zu Beginn der Sitzung diskutierten die Mitglieder über die Weiterentwicklung des EAK Bergstraße. Der Arbeitskreis möchte künftig noch stärker als Forum für Austausch und Orientierung dienen.

Geplant ist, regelmäßig Referentinnen und Referenten einzuladen und aktuelle Grundsatzfragen zu diskutieren. Ziel ist es, den Dialog zwischen Kirche, Politik und Gesellschaft zu vertiefen.

Ein zentrales Anliegen der Mitglieder ist es, das „C“ im Namen der CDU stärker sichtbar zu machen. Die Teilnehmenden betonten, dass politisches Handeln sich an christlichen Werten orientieren müsse. Der Arbeitskreis möchte hierzu Impulse geben und den Austausch innerhalb der Partei fördern.

Vortrag über Resilienz in einer gestressten Gesellschaft

Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends setzte ein Vortrag von Dekanin Sonja Mattes. Die Pfarrerin hat sich kürzlich zur Resilienz-Trainerin weitergebildet. Sie sprach über das Thema: „Resilienzförderung in einer gestressten Gesellschaft – was trägt Kirche dazu bei?“

Nach ihren Worten kann christlicher Glaube Menschen in belastenden Situationen stärken. Das Evangelium, die „gute Nachricht“, vermittle vielen Menschen ein Gefühl des Getragenseins. Es helfe, sich als Teil eines größeren Ganzen zu verstehen. Zudem vermittle der Glaube Hoffnung und eröffne eine Perspektive für die Zukunft.

Auch kirchliche Praxis könne zur Resilienz beitragen. Mattes nannte mehrere Beispiele: Gottesdienste, biblische Geschichten und kirchliche Gemeinschaften. Sie stärken nach ihrer Einschätzung Verantwortungsbewusstsein und schaffen soziale Netzwerke. Gerade Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung seien wichtige Faktoren, um Belastungen besser zu bewältigen.

Brücke zwischen Kirche und Politik

Der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU wurde 1952 in Siegen gegründet. Er ist der Zusammenschluss evangelischer Mitglieder der Unionsparteien, die aus ihrem Glauben heraus einen Beitrag zu einer verantworteten Politik leisten wollen.

Im EAK engagieren sich auch Menschen, die keiner der Unionsparteien angehören. Dadurch erfüllt der Arbeitskreis eine wichtige Brückenfunktion zwischen Partei, Kirche und Gesellschaft.

Der EAK möchte evangelische Christinnen und Christen zu politischem Engagement ermutigen. Zugleich bietet er ein Forum für Gespräche an der Schnittstelle von Kirche und Politik.

Organisatorisch sind im Bundesvorstand die Landesverbände – einschließlich Bayern mit der CSU – zusammengeschlossen. Darunter arbeiten regionale Kreisverbände, zu denen auch der EAK Bergstraße gehört.

Seit seiner Gründung verfolgt der Arbeitskreis das Ziel, protestantisches Denken und evangelische Überzeugungen in die politische Arbeit der Union einzubringen. Durch ein eigenes Antragsrecht kann er politische Entscheidungen innerhalb der Partei mitgestalten. Über Kontakte zu Abgeordneten finden seine Anliegen zudem Gehör im Parlament.

Mit der neuen Leitung und neuen inhaltlichen Impulsen will der EAK Bergstraße diesen Dialog auch künftig fortsetzen. Ziel bleibt es, christliche Perspektiven in politische Debatten einzubringen und Menschen aus Kirche, Politik und Gesellschaft miteinander ins Gespräch zu bringen.