Von Donnerstag bis Samstag (23. bis 25. April) tritt in Frankfurt am Main die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zu ihrer Frühjahrstagung zusammen. Eröffnet wird die Synode am Donnerstag um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Heiliggeistkirche, predigen wird Kirchenpräsidentin Christiane Tietz. Die Synodaltagung beginnt danach im Dominikanerkloster in Frankfurt (Kurt-Schumacher-Straße) unter der Leitung von Präses Birgit Pfeiffer.
Zum Auftakt wird die Kirchenpräsidentin der Synode Bericht erstatten, unter anderem wird sie auf die Lage der Kirche schauen und ihre Sicht auf die Aufgabe der Landeskirche in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation teilen. Weiterhin plant die Synode, eine Resolution an Landesregierungen, Ministerien und Landesparlamente von Hessen und Rheinland-Pfalz zu verabschieden, in der Forderungen mit Blick auf die Umsetzung des neuen Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) formuliert werden sollen.
Außerdem wird die Kirchensynode das Kirchengesetz zur Neuordnung der Verwaltung der EKHN verabschieden. Ziel ist es, die Kirchenverwaltung mehr als bisher in die Rolle einer Dienstleisterin für Gemeinden und Dekanate zu bringen. Gemeinden sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und mehr Freiräume bei der Gestaltung des Gemeindelebens erhalten.
Vor dem Hintergrund erstarkender ausgrenzender Kräfte in unserer Gesellschaft plant die Kirchensynode in einer weiteren Resolution, angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen die Fundamente des christlichen Glaubens noch einmal klarzustellen. Dazu hat die Kirchenleitung unter der Federführung von Kirchenpräsidentin Christiane Tietz im Februar eine theologische Orientierung im Hinblick auf die Anforderungen an Personen in Leitungsfunktion in der EKHN verfasst. Diese soll mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Kirchenvorstands-Wahlen in eine Konkretisierung der Kirchengemeindewahlordnung überführt werden und die Voraussetzungen für die Wählbarkeit von Kandidierenden präzisieren.
Ebenfalls wird die Synode einen Bericht zur fortlaufenden Weiterarbeit im Bereich der sexualisierten Gewalt entgegennehmen. Parallel zur Synode werden im Rahmen der Ausstellung „Zwischenräume: wo nur Fantasie inneren Schutz und Halt gibt.“ in der Heiliggeistkirche Bilder und Miniaturen einer von sexualisierter Gewalt betroffenen Person zu sehen sein.
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