Hospizdienst stärkt Team mit neuer Koordinatorin und Ehrenamtlichen

veröffentlicht 11.03.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

In einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Wald-Michelbach verabschiedete der Hospizdienst Odenwald seine langjährige Koordinatorin Claudia Lenhardt, führte Ivonne Hensel als Nachfolgerin ein und beauftragte vier neue ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter.

Die Verabschiedung der langjährigen Koordinatorin Claudia Lenhardt, die Einführung ihrer Nachfolgerin Ivonne Hensel sowie die Beauftragung von vier ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter standen im Mittelpunkt eines Gottesdienstes, zu dem der Hospizdienst Odenwald in Trägerschaft des Evangelischen Dekanats Bergstraße dieser Tage in die Evangelische Kirche Wald-Michelbach eingeladen hatte. Der Gottesdienst wurde von Präses Ute Gölz, der stellvertretenden Dekanin Silke Bienhaus und Pfarrerin Martina Beyer, Seelsorgerin der Evangelischen Kirchengemeinde Überwald, gestaltet und von Oliver Fath an der Orgel und am Klavier begleitet.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Fatma Bulut wurde Claudia Lenhardt im Jahr 2022 als Koordinatorin in diesen Dienst eingeführt. Allerdings war sie zu diesem Zeitpunkt bereits bestens mit der Arbeit des Hospizdienstes Odenwald vertraut: Seit 2009 engagierte sich Frau Lenhardt ehrenamtlich als Hospizbegleiterin. Seit November 2018 arbeitete sie zudem im Sekretariat der Einrichtung in Wald-Michelbach und erwarb eine Zusatzqualifikation als Palliative-Care-Fachkraft.

Gut drei Jahre lang wirkte Claudia Lenhardt dann bis zu ihrer Ruhestandsversetzung gemeinsam mit Fatma Bulut als Koordinatorin. Komplettiert wurde und wird das Team von Felicia Schöner, der Leiterin des Hospizdienstes.

Silke Bienhaus würdigte Claudia Lenhardt als Mitarbeiterin, die sich „mit ganzem Herzen und großem Sachverstand“ eingebracht habe. Sie habe einen erheblichen Anteil daran, dass das „System Hospizdienst“ derart gut organisiert sei. Die stellvertretende Dekanin freute sich darüber, dass Frau Lenhardt dem Hospizdienst erhalten bleibe, indem sie künftig wieder als ehrenamtliche Hospizbegleiterin mitwirke.

Auch Felicia Schöner war voll des Lobes für Claudia Lenhardt: „Du warst immer da, hast uns Sicherheit gegeben, hast deine Aufgabe mit großer Umsicht und Verantwortlichkeit erfüllt. Auf dich konnte man sich verlassen – und das ist in unserer Arbeit von unschätzbarem Wert.“ Eine Mischung aus „Ernsthaftigkeit, Tiefe und Leichtigkeit“ habe die Zusammenarbeit so besonders gemacht „und uns durch manche schwierige Situation geführt“.

Lenhardts Nachfolgerin Ivonne Hensel hat insofern einen ähnlichen Werdegang, als auch sie sich bereits als ehrenamtliche Hospizbegleiterin engagiert hat. Frau Hensel verfügt darüber hinaus über verschiedene Qualifikationen: Sie ist Diplom-Ingenieurin der Biotechnologie und pharmazeutisch-technische Assistentin, sie hat sich in Psychologie und Pädagogik weitergebildet. „Frau Hensel hat ganz offenkundig große Freude daran, den Dingen auf den Grund zu gehen, und sie weiß, dass ein Mensch mehr ist als biochemische Formeln“, schlussfolgerte Silke Bienhaus aus der umfassenden beruflichen Vita.

Zudem habe Ivonne Hensel persönliche Erfahrungen gemacht, „die ihr gezeigt haben, wie wichtig es ist, das Menschsein im Ganzen zu erfassen“. Dass Frau Hensel nun den Schritt aus dem Ehren- ins Hauptamt wage und sich als Koordinatorin qualifiziert habe, „das macht uns sehr froh“. Anschließend führte die stellvertretende Dekanin die neue Mitarbeiterin auch formal in ihr Amt ein.

Nicht minder froh war Silke Bienhaus auch über das Ehrenamtlichen-Quartett, das sie danach in seinen Dienst einführen konnte. Schließlich würde die Arbeit des Hospizdienstes ohne die unentgeltlich tätigen Menschen „mit einem hörenden und offenen Herzen“ nicht funktionieren; sie seien ein „Kernelement“ dieser Arbeit. Eingeführt wurden anschließend Jochen May (Rimbach), Christin Tiefenthaler (Seeheim), Alexandra Reitz (Wald-Michelbach) und Anja Schützendübe (Grasellenbach).

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