Lampertheimer „Lions“ unterstützen Notfallseelsorge mit 5000 Euro

veröffentlicht 13.04.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Die Notfallseelsorge Bergstraße unterstützt Menschen in Extremsituationen – und kümmert sich auch um belastete Einsatzkräfte. Für die wichtige Ausbildung in der Einsatznachsorge hat sie nun eine Spende des Lions-Clubs Lampertheim in Höhe von 5000 Euro erhalten.

Die Notfallseelsorge (NFS) Bergstraße leistet „Erste Hilfe für die Seele“. Nach Ereignissen wie Unfällen, plötzlichen Todesfällen oder Suiziden sollen die Menschen im Umfeld der Opfer nicht mit der traumatischen Botschaft allein gelassen werden, dass ihren Angehörigen ein Leid geschehen ist.

Die Ehrenamtlichen sind jedoch nicht nur in diesen Fällen zur Stelle, sondern kümmern sich nach belastenden Einsätzen auch um die Rettungskräfte. Einsatznachsorge heißt dieser Arbeitsbereich, für den die entsprechenden Akteurinnen und Akteure eine anspruchsvolle und zudem nicht ganz günstige Zusatzausbildung durchlaufen müssen. Der Lions-Club Lampertheim hat dieses Engagement jetzt mit einer stattlichen Spende gefördert: Bei einem Termin in der Heppenheimer Christuskirche überreichte Präsident Jérôme Dath einen 5000-Euro-Scheck an Vertreter der NFS und ihres Fördervereins.

Der Kontakt zu den „Lions“ der Spargelstadt war durch die gemeinsame Leidenschaft zweier Protagonisten für das „Wasser des Lebens“ zustande gekommen: Pfarrerin Jasmin Setny, kommissarische Leiterin der Notfallseelsorge, lädt bekanntermaßen immer wieder zu „Whisky in the Church“-Veranstaltungen ein und ist selbst Mitglied in einem Whisky-Club – und eben dort engagiert sich auch ein Mitglied des Lions-Clubs Lampertheim, der wiederum stets auf der Suche nach förderungswürdigen Projekten und Initiativen ist. Schnell waren sich die „Lions“ einig: Die Notfallseelsorge Bergstraße und speziell die Einsatznachsorge ist eine solche Initiative.

„Als wir davon gehört haben, dass die Notfallseelsorge Bergstraße für die Finanzierung der Einsatznachsorge-Ausbildung Unterstützung benötigt, war das für uns Lampertheimer ,Lions‘ keine Frage, dass wir uns sehr gut mit diesem Thema identifizieren können“, ließ Präsident Jérôme Dath bei der Scheckübergabe keinen Zweifel daran aufkommen, wie sehr er und seine Mitstreiter hinter der NFS stehen: „Das passt zu uns, und es war, so glaube ich, eine unserer schnellsten Entscheidungen für eine Spendenanfrage.“

Dass die Notfallseelsorge sich um die Angehörigen von Opfern kümmere, sei vielen Menschen bekannt, „aber was alles dahintersteckt und was dafür erforderlich ist, das ist schon beeindruckend“, so Jérôme Dath. Besonders berührt habe die „Lions“ die Tatsache, dass auch die Rettungskräfte „Erste Hilfe für die Seele“ benötigen. Das konnte Jasmin Setny, die selbst seit vielen Jahren Notfallseelsorge-Einsätze leistet, nur bestätigen: „Mitunter sind die Einsatzkräfte fix und fertig – das Bild von den ,harten Kerlen‘ täuscht gewaltig.“

Frau Setny und Michael Held, Beauftragter für Notfallseelsorge des katholischen Bistums Mainz im Kreis Bergstraße, sowie die Notfallseelsorger Angelika Heinert und Hermann Waßmuth, zugleich Schatzmeister des Fördervereins der NFS, dankten dem Lions-Club Lampertheim herzlich für die stattliche Zuwendung. Schließlich können die Einsätze der NFS nicht – wie beispielsweise ein medizinischer Rettungseinsatz – mit Kostenträgern abgerechnet werden; die Aufwendungen für Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzfahrten werden vielmehr maßgeblich durch die Mitgliedsbeiträge des Fördervereins und durch Spenden finanziert.