Das Evangelische Dekanat Bergstraße lädt zu einer digitalen Fortbildung mit dem Titel „Alltäglichkeit von Grenzverletzungen“ ein. Die Schulung findet am Mittwoch, 23. September, von 17 bis 20 Uhr statt. Eingeladen sind alle haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitenden des Dekanats sowie der Kirchengemeinden und Nachbarschaftsräume. Organisiert wird die Veranstaltung von den Beauftragten für Gewaltprävention des Evangelischen Dekanats Bergstraße, den Dekanatsjugendreferenten Laura Weber und Oliver Kokott, gemeinsam mit Dr. Petra Knötzele und dem Team der Fachstelle gegen Sexualisierte Gewalt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Im Mittelpunkt der Fortbildung steht die Frage, wie Grenzverletzungen im Arbeitsalltag frühzeitig wahrgenommen und eingeordnet werden können. Die Teilnehmenden setzen sich mit Situationen auseinander, die oft unscheinbar wirken, aber Grenzen überschreiten können. Sie reflektieren unter anderem den Umgang mit Sprache, Gesten sowie Nähe und Distanz. Außerdem geht es um Graubereiche zwischen gut gemeintem Verhalten und grenzüberschreitendem Handeln. Gemeinsam werden Möglichkeiten erarbeitet, wie Mitarbeitende und Leitungsverantwortliche angemessen reagieren und eine Kultur der Achtsamkeit fördern können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Prävention durch eine offene Teamkultur. Themen wie Zivilcourage, Verantwortung und die Stärkung einer klaren Haltung spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Veranstaltung folgt dem Leitgedanken der Fachstelle gegen Sexualisierte Gewalt: „Wir schauen hin und handeln.“
Die Fortbildung ist interaktiv gestaltet. Deshalb empfehlen die Veranstaltenden, für die Teilnahme einen Computer oder ein Tablet zu nutzen. Nach Abschluss erhalten alle Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung.
Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung möglich. Die Anmeldung muss bis spätestens 4. September über das EKHN-Portal erfolgen.