Der Lampertheimer Orgelsommer geht in seine 22. Auflage. Unter dem Motto „Norden – Osten – Süden – Westen“ lädt die Domkirche Lampertheim an allen Sonntagen im August jeweils um 20 Uhr zu fünf Orgelkonzerten mit namhaften Gästen aus ganz Deutschland ein. Das Publikum erwartet eine musikalische Reise durch verschiedene Regionen Europas, unterschiedliche Stilepochen und Klangwelten.
Den Auftakt gestaltet am 2. August Gerhard Löffler, Kantor und Organist an St. Jacobi in Hamburg. Sein Programm schlägt den Bogen von norddeutschen Barockmeistern wie Dieterich Buxtehude und Franz Tunder bis zu Johannes Brahms und Johann Sebastian Bach. Eine Woche später ist Holger Gehring, Kreuzorganist an der Dresdner Kreuzkirche, zu Gast. Er verbindet Werke französischer, englischer, schwedischer und deutscher Komponisten zu einem abwechslungsreichen Konzertprogramm.
Am 16. August folgt Matthias Maierhofer, Professor für Orgel an der Musikhochschule Freiburg und Domorganist am Freiburger Münster. Sein Programm reicht von Buxtehude und Bach bis zu Kompositionen des japanischen Komponisten Akira Nishimura. Am 23. August nimmt Martin Bambauer, Kantor und Organist an der Konstantin-Basilika Trier, das Publikum mit auf eine musikalische Reise nach Frankreich, Liechtenstein und England. Werke von Théodore Dubois, Josef Rheinberger und Hubert Parry stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Musik des britischen Komponisten Iain Farrington.
Den Abschluss des Orgelsommers übernimmt am 30. August die Lampertheimer Kantorin Heike Ittmann. Sie hat die Konzertreihe ins Leben gerufen und prägt sie seit vielen Jahren als künstlerische Leiterin. Die Trägerin des Lampertheimer Kulturpreises von 2018 ist weit über die Region hinaus als Konzertorganistin gefragt. Ihr Programm verbindet Werke von Frescobaldi, Bach, César Franck und Marco Enrico Bossi mit zeitgenössischer Musik von Jean-Charles Gandrille und spannt damit einen Bogen über mehr als vier Jahrhunderte Orgelmusik.
Das Motto „Norden – Osten – Süden – Westen“ prägt den Orgelsommer auch über die Konzertabende hinaus. Parallel zur Reihe greift eine Predigtreihe in den Sonntagsgottesdiensten der Domkirche die vier Himmelsrichtungen als biblisches Motiv auf und stellt sie unter das Leitwort „Überall ist Gott“.
Zu Beginn jedes Konzertabends geben die Organistinnen und Organisten eine kurze Einführung in ihr Programm. Im Anschluss lädt der Förderverein der Domkirche auf den Domplatz ein, wo bei einem Glas Wein oder Wasser Gelegenheit zum Austausch mit den Mitwirkenden besteht. Die Konzertreihe wird von cultur communal der Stadt Lampertheim gefördert. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro. Die Abokarte für alle fünf Konzerte ist für 42 Euro, ermäßigt 28 Euro, erhältlich. Tickets gibt es an der Abendkasse.