Der Oratorienchor Rimbacher Singkreis gibt am Sonntag, 26. April, um 17 Uhr ein Chorkonzert in der evangelischen Kirche in Rimbach. Im Mittelpunkt steht die „Missa brevis in D“ des englischen Komponisten Colin Mawby. Ergänzt wird das Programm durch weitere Chorwerke.
Colin Mawby (1936–2019) prägte die Kirchenmusik über Jahrzehnte hinweg. Er leitete lange die Kirchenmusik an der Westminster Cathedral in London und stand an der Spitze des Nationalen Irischen Kammerchors, dem einzigen professionellen Chor Irlands. Seine Werke erschienen bei internationalen Verlagen und fanden weite Verbreitung im christlichen Raum. Mawby gewann bedeutende Kompositionswettbewerbe und erhielt zahlreiche Aufträge aus Europa und den USA. 2006 verlieh ihm der Papst den Gregoriusorden für seine Verdienste um die Kirchenmusik.
Der Komponist hinterließ mehr als 60 geistliche Chorwerke. Dazu zählen unter anderem ein „Requiem of Hope“, ein „Te Deum“, zahlreiche Messen, Motetten, Antiphonen und Psalmvertonungen. Auch Werke für Kinderchöre gehören zu seinem Schaffen, darunter zwei Kinderopern und eine Weihnachtskantate.
Die „Missa brevis in D“ entstand im Jahr 2010. Anlass war der vielfach geäußerte Wunsch nach einem Werk mit Bläserbegleitung, das sich auch für Aufführungen im Freien eignet. Die Begleitung ist flexibel angelegt: Sie kann von der Orgel allein oder gemeinsam mit Bläsern gespielt werden. Mawby verzichtete bewusst auf komplexe Strukturen in Satz und Harmonik. Stattdessen setzte er auf einen durchgehend angenehmen Klang. Die Messe wirkt heiter und festlich. Sie passt zu vielen Anlässen im Kirchenjahr.
Das Konzert gestalten vier Bläser – zwei Trompeten und zwei Posaunen – aus den Reihen der Kurpfalzphilharmonie. An der Orgel spielt Andreas Oelert. Es singt der Rimbacher Singkreis unter der Leitung von Kantorin Han Kyoung Park-Oelert.
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Menschen mit Behinderung. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse. Der Einlass beginnt um 16:30 Uhr.