Mit einem Benefizkonzert zugunsten des Hospizdiensts Odenwald in Trägerschaft des Evangelischen Dekanats Bergstraße gastiert das Violinduo „The Twiolins“ am Samstag, 26. September, ab 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) in der evangelischen Kirche in Wald-Michelbach (Ludwigstraße 68). Unter dem Titel „Von Arien und Intrigen“ präsentieren die Violinistinnen Marie-Luise Dingler und Marta Danilkovich ein Programm, das Oper, klassische Musik, Filmmusik und bekannte Evergreens verbindet.
Das Duo verspricht einen Abend voller großer Gefühle, musikalischer Kontraste und überraschender Stilwechsel. Im Mittelpunkt stehen Geschichten von Leidenschaft, Machtspielen und Drama – Themen, die die Oper seit Jahrhunderten prägen. Doch statt eines abendfüllenden Werks wählen die beiden Musikerinnen einen rasanten Streifzug durch unterschiedliche Opernwelten und Epochen.
Musikalisches Abenteuer
Das Programm reicht von Johann Sebastian Bachs emotionalem „Erbarme dich“ über Camille Saint-Saëns’ eleganten „Schwan“ bis zu feurigen Opernouvertüren und dem dramatischen „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini. Mit ihrer musikalischen „Express-Zeitmaschine“ schlagen „The Twiolins“ anschließend den Bogen in die Gegenwart. Dann stehen Filmmusik und bekannte Titel wie „New York, New York“ sowie „Minor Swing“ aus dem Film „Chocolat“ auf dem Programm. Das Duo kündigt einen Abend voller Leidenschaft, Überraschungen und musikalischer Abenteuer an.
Hinter „The Twiolins“ stehen zwei Musikerinnen, die nicht nur ihre Begeisterung für die Violine teilen, sondern auch eine besondere gemeinsame Geschichte. Beide sammelten über viele Jahre Erfahrung in renommierten Violinduos. Marie-Luise Dingler spielte mehr als 15 Jahre gemeinsam mit ihrem Bruder als „The Twiolins“, Marta Danilkovich war zehn Jahre Teil des „Duo Divites“. Als sich beide Ensembles unabhängig voneinander auflösten, endeten zwei prägende Lebensabschnitte. Daraus entstand jedoch eine neue Zusammenarbeit: Dingler nahm Kontakt zu Danilkovich auf. Schon bei der ersten Probe spürten beide eine enge musikalische Verbindung. Aus früheren Konkurrentinnen wurden Freundinnen und künstlerische Weggefährtinnen.
Virtuos und sensibel
Gerade das Spiel im Duo eröffnet ihnen nach eigenen Angaben besondere Freiheiten. Sie wechseln zwischen solistischer Virtuosität und sensibler Begleitung und loten so die gesamte Bandbreite ihres Instruments aus. In ihren Konzerten wollen sie zeigen, dass zwei Violinen die Klangfülle eines ganzen Orchesters entfalten können – virtuos, emotional und geprägt vom persönlichen Ausdruck beider Künstlerinnen.
Ihr Repertoire erweitern die Musikerinnen fortlaufend mit eigenen Arrangements und Interpretationen neuer Kompositionen. Ihre Musik verstehen sie als Verbindung von Tradition und Innovation. Sie wollen Menschen berühren und Räume schaffen für die Frage, was Menschen in einer vielfältigen Welt verbindet. Mit diesem Ansatz bringen sie nach eigener Beschreibung progressive klassische Musik auf die Bühne – mutig, emotional und offen für neue Möglichkeiten. Ihr künstlerisches Selbstverständnis fassen sie in einem Satz zusammen: „Zwei Geigen. Zwei Seelen. Ein Klang.“
Tickets im Vorverkauf
Karten für das Benefizkonzert kosten im Vorverkauf 18 Euro, an der Abendkasse 20 Euro. Die Tickets gibt es im evangelischen Gemeindebüro, Kirchbergstraße 3, in Wald-Michelbach. Das Büro ist montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Informationen gibt es telefonisch unter 06207/2440 oder per E-Mail an kirchengemeinde.ueberwald@ekhn.de.
Weitere Vorverkaufskarten bietet die Buchhandlung Wissensoase, Ludwigstraße 51, ebenfalls in Wald-Michelbach, an. Dort gelten die Öffnungszeiten Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 13 Uhr sowie von 14.30 bis 18 Uhr, außerdem Mittwoch und Samstag von 10 bis 13 Uhr. Die Telefonnummer lautet 06207/9496510.
Hintergrund: Der Hospizdienst Odenwald
Der Hospizdienst Odenwald begleitet schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige in Überwald, Weschnitztal und Lindenfels. Ehrenamtliche Mitarbeitende besuchen Betroffene zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus, hören zu, beraten und stehen in der letzten Lebensphase zur Seite. Das Angebot richtet sich an Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Religion oder Staatsangehörigkeit und ist für die Betroffenen kostenfrei. Eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig, die Begleitung erfolgt vertraulich. Weil die Leistungen nichts kosten, ist der Hospizdienst auf Spenden angewiesen. Träger des Dienstes ist das Evangelische Dekanat Bergstraße. Der Hospizdienst sucht zudem Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Sie werden auf ihre Aufgabe vorbereitet, begleitet und durch Fortbildungen sowie Supervision unterstützt. Weitere Informationen: