Die Frage, ob Demokratie auf Religion angewiesen ist, steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 4. Mai, Montag, im Haus Dornbusch (Mozartstraße 29) in Heppenheim. Beginn ist um 19 Uhr. Referent ist der Politikwissenschaftler Benedikt Widmaier, ehemaliger Direktor der Akademie für politische Bildung „Haus am Maiberg“.
Die Demokratie gerät weltweit unter Druck. Auch in Deutschland nehmen politische Spannungen zu. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen, etwa anstehende Wahlen, zeigt die Brisanz der Lage. Vor diesem Hintergrund stellt die Veranstaltung eine zentrale Frage: Welche Voraussetzungen braucht eine funktionierende Demokratie – und kann Religion dazu beitragen?
Ausgangspunkt ist das bekannte Diktum des Staatsrechtlers Ernst-Wolfgang Böckenförde. Es besagt, dass der freiheitliche Staat von Voraussetzungen lebt, die er selbst nicht sichern kann. Der Vortrag greift diesen Gedanken auf und fragt konkret: Welche Werte und Haltungen tragen die Demokratie? Welche Rolle spielt Religion in einer zunehmend säkularen Gesellschaft?
Widmaier gibt zunächst einen inhaltlichen Impuls. Im Anschluss sind alle Teilnehmenden eingeladen, mitzudiskutieren. Ziel ist ein offener Austausch über Chancen, Grenzen und Perspektiven von Religion im demokratischen Gemeinwesen.
Veranstalter sind das Evangelische Dekanat Bergstraße und die Katholische Erwachsenenbildung Südhessen im Rahmen der Ökumenischen Erwachsenenbildung Heppenheim.