Ab dem kommenden Sonntag, 10. Mai, findet in der Evangelischen Kirche Fürth/Odenwald immer an den Sonntagen, an denen kein klassischer Gottesdienst stattfindet, eine „Sonntagsandacht“ statt. Wie es in einer Pressemitteilung der Kirchengemeinde heißt, haben sich einige Gemeindemitglieder zusammengefunden, um das Gotteshaus zur gewohnten Zeit verlässlich zu öffnen und zum Singen und Beten einzuladen.
„Wir nehmen Jesu Wort ernst, dass er gegenwärtig ist, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind“, meint Elisa Birschel aus dem Kreis der Ehrenamtlichen. Und Stephanie Schünemann vom Kirchenvorstand sagt dessen Unterstützung zu: „Ich freue mich über diese Initiative und werde sie aktiv unterstützen.“
Pfarrerin Nina Nicklas-Bergmann freut sich, dass nach der Ruhestandsversetzung ihrer Kollegin Denise Wenz (wir haben berichtet) die Vakanzzeit nicht nur als Mangel erlebt wird, sondern als Chance, mit engagierten Kräften auch Neues zu erproben: „Die Ehrenamtlichen sind nicht an die klassische Liturgie gebunden. Sie können auch einmal gemeinsam ein Bild betrachten, um Liedvorschläge bitten oder nach Gebetsanliegen fragen.“
Jetzt im Sommer muss die Kirche dafür nicht geheizt werden, dennoch möchte die Gruppe nur den vorderen Bereich des Gotteshauses nutzen, damit die Gemeinschaft besser spürbar ist. Bei gutem Wetter kann die Andacht auch draußen neben dem Parkplatz an der Kirche gefeiert werden.
Das Angebot besteht zunächst bis September – im Winter könnte es im Stuhlkreis im Gemeindehaus fortgesetzt werden. Der Vorbereitungskreis freut sich auf Interessierte. „Vielleicht erkunden wir hier gemeinsam einen Weg, wie wir als kleiner werdende Gemeinde trotzdem eine starke Gemeinschaft leben können“, meint Pfarrer i. R. Hermann Birschel, der ebenfalls zum Vorbereitungskreis gehört.