Wie Kirche mit Atmosphäre Menschen erreichen will

veröffentlicht 06.07.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Wie erreichen kirchliche Rituale die Menschen heute? Dieser Frage widmet sich der EKHN-weite Propsteitag am 30. September in Frankfurt. Tatort-Regisseur Gerd Schneider und der Praktische Theologe Gerald Kretzschmar geben Impulse für eine zeitgemäße Kasualkultur. Die Teilnahme ist vor Ort und online möglich.

Wie können kirchliche Rituale Menschen heute berühren und lange in Erinnerung bleiben? Mit dieser Frage beschäftigt sich der EKHN-weite Propsteitag am 30. September, Mittwoch, von 10 bis 16.30 Uhr in der Evangelischen Akademie Frankfurt. Eingeladen sind Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sowie Pfarrerinnen und Pfarrer aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Die Veranstaltung findet in Präsenz und online statt.

Veranstaltet wird der Propsteitag von der Pröpstin für Nord-Nassau, Sabine Bertram-Schäfer, und der Pröpstin für Rheinhessen und Nassauer Land. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kirche Menschen an den Wendepunkten ihres Lebens erreichen kann. Denn Taufen, Trauungen oder Trauerfeiern verändern sich. Immer häufiger wünschen sich Menschen individuelle Formen – etwa eine Taufe im Garten, eine Trauerfeier im Lieblingsrestaurant oder einen Trausegen im Rahmen eines Hochzeitsfestivals.

Kasualien gehören zu den wenigen Gelegenheiten, bei denen Kirche vielen Menschen unmittelbar begegnet. Umso wichtiger ist die Frage, wie diese Begegnungen heute gestaltet werden können. Der Propsteitag will dazu neue Perspektiven eröffnen und Anregungen für die Praxis geben.

Zu den Referenten gehört der Tatort-Regisseur Gerd Schneider. Mit seiner Verfilmung der Ostergeschichte als Politthriller hat er einen ungewöhnlichen Zugang zu einem zentralen biblischen Text gewählt. Sein Ziel ist es, die Ostergeschichte in einer Form zu erzählen, die Menschen heute neu anspricht und wiedererkennen können.

Der Praktische Theologe Gerald Kretzschmar beleuchtet die Bedeutung von Kasualien aus theologischer Sicht. Er zeigt auf, warum Taufen, Trauungen und Bestattungen zu den wichtigsten Berührungspunkten zwischen Kirche und Gesellschaft zählen und welche Chancen darin für die kirchliche Arbeit liegen.

Neben den beiden Hauptvorträgen erwartet die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm mit Gesprächen und Workshops. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Rituale theologisch fundiert, lebensnah und sensibel gestaltet werden können. Ebenso steht im Mittelpunkt, wie Atmosphäre entsteht und warum sie für das Erleben kirchlicher Feiern eine entscheidende Rolle spielt.

Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt. Vorträge können sowohl vor Ort als auch online verfolgt werden. Ein Teil der Workshops wird ebenfalls digital angeboten. Die Zahl der Plätze in Frankfurt ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

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