1145 Kilometer zu Fuß und ohne Geld nach Rom

veröffentlicht 06.11.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Sieben Wochen lang pilgerte Justine Markart allein und ohne Geld vom Brenner nach Rom. Von ihren Erfahrungen auf dem 1145 Kilometer langen „Pilgerweg der Hoffnung“ berichtet die Südtirolerin am 14. November bei einem Film- und Wortvortrag in Seeheim.

1145 Kilometer zu Fuß, sieben Wochen unterwegs, allein und ohne Geld: Von einer außergewöhnlichen Pilgerreise berichtet Justine Markart aus Sterzing in Südtirol am Samstag, 14. November, um 18 Uhr im Pfarrer-Reith-Haus in Seeheim. Unter dem Titel „Pilgern für die Hoffnung und die Freiheit“ lädt die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Bergstraße Nord zu einem Film- und Wortvortrag ein. Im Mittelpunkt steht der „Pilgerweg der Hoffnung“, der die Südtirolerin im Sommer 2025 vom Brenner bis nach Rom führte.

Zu der Reise hatte sie Papst Franziskus inspiriert. Sieben Wochen lang war Markart auf sich allein gestellt. Bewusst verzichtete sie darauf, Geld mitzunehmen. Stattdessen vertraute sie im Sinne des heiligen Franz von Assisi darauf, dass sich unterwegs alles Notwendige finden würde. Welche Begegnungen sie dabei erlebte, welche Herausforderungen sie bewältigen musste und wie sie die Reise geprägt hat, schildert sie bei ihrem Besuch in Seeheim.

Ein Jahr in einer Einsiedelei

Ihre Verbundenheit mit der franziskanischen Lebensweise reicht mehrere Jahre zurück. Ab Mitte 2021 verbrachte Markart rund ein Jahr in der Einsiedelei Romita di Cesi in den umbrischen Bergen. Dort begleitete sie den Franziskanermönch Fra Bernardino während seiner letzten Lebensmonate. Der Ordensmann hatte das jahrhundertealte, verfallene Kloster in den 1990er Jahren mit Unterstützung zahlreicher Freunde eigenhändig wiederaufgebaut. Dabei orientierte er sich am Vorbild des Franz von Assisi, der für ein Leben in Einfachheit, Armut und Gottvertrauen steht.

Ihre Erfahrungen aus der Einsiedelei und von ihren Pilgerwegen hat Markart zu einem Film- und Wortvortrag zusammengestellt. Bilder, persönliche Erzählungen und Lieder vermitteln Eindrücke von ihren Reisen. Bei einigen Liedern ist das Publikum ausdrücklich zum Mitsingen eingeladen.

Im Anschluss besteht Gelegenheit, mit der Referentin ins Gespräch zu kommen. Bei einem Glas Wein oder Wasser können sich die Gäste über das Pilgern, über Glaubensfragen sowie über Gott und die Welt austauschen.

Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 14. November, um 18 Uhr im Pfarrer-Reith-Haus, Weedring 47, in Seeheim. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Ansprechpartner ist Jörg Mattutat vom Team „Offene Laurentiuskirche“. Er ist per E-Mail an post(at)delegato.jetzt erreichbar.