„Aktion Lucia – Licht gegen Brustkrebs“ – unter diesem Motto laden engagierte Ehrenamtliche in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) jedes Jahr im Brustkrebsmonat Oktober zu meditativen Abendandachten für Betroffene und ihre Angehörigen ein. Unterstützt vom Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau erarbeiten sie hierfür eine Andacht und greifen damit den Impuls der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) auf, die bundesweit zur Aktion einlädt. Unter dem Titel „Heil und heil werden“ regt die diesjährige Andacht an, über Heil‑Sein und Heil‑Werden neu nachzudenken, zusammenzukommen – und sich in goldenen Segen zu hüllen.
Andachten in den Regionen
Die meditativen Abendandachten richten sich an von Brustkrebs Betroffene und Angehörige, an Männer und Frauen. Sie finden an vielen Orten auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau statt, zum Beispiel am 1. Oktober in der Ev. Johannesgemeinde in Freigericht-Somborn, am 11. Oktober in der Ev. Nikolaykirche Alzey, am 12. Oktober in der Ev. Kirche Wallau und am 13. Oktober in der Alten Nikolaikirche auf dem Frankfurter Römerberg, am 18. Oktober in der Ev. Martinskirche Marburg-Wehrda und am 21. Oktober im Gemeindezentrum Wilhelmskirche in Bad Nauheim. Die Termine werden im Veranstaltungskalender des Landesverbands veröffentlicht unter
www.evangelischefrauen.de/veranstaltungen
„Die Aktion stärkt Solidarität, klärt auf und gibt dem persönlichen Andenken Raum“, sagt Anja Schwier-Weinrich, geschäftsführende Pfarrerin im Landeverband. Zum Ausklang werden – wie in jedem Jahr – Kerzen angezündet. Sie stehen symbolisch für die Anzahl an Brustkrebs verstorbener Frauen: „Jeden Tag sterben in Deutschland 51 Frauen an Brustkrebs“, so Anja Schwier-Weinrich weiter: „Die Andachten sind ein Ort für Trauer, aber auch für Information und Hoffnung.“
Eingehüllt in Gold: Verletzungen dürfen sichtbar bleiben
Krankheit darf zum Leben gehören – diese Botschaft bringt in der diesjährigen Andacht das alte japanische Kintsugi-Handwerk zum Ausdruck. Bei dieser traditionellen Kunst wird zerbrochene Keramik mit einer Mischung aus Lack und Goldpulver repariert, so dass die Bruchstellen betont und dem Objekt eine neue, einzigartige Schönheit verliehen werden. Es bleibt sowohl das Alte als auch das Neue erkennbar – mit Narben aus Gold: „Brüche, Verletzungen und Risse dürfen beim Heilwerden Teil unserer Geschichte bleiben – ohne dass sie uns definieren.“ Dementsprechend wird in der Andacht ein Goldstaubritual gefeiert, bei dem die Teilnehmer*innen nicht mit Öl, sondern mit einem Goldpuder „gesalbt“ werden: Sie werden golden eingehüllt in den Glanz und die Liebe Gottes.
Weitere Informationen zu den meditativen Abendandachten im Rahmen der Aktion Lucia gibt es unter
www.evangelischefrauen.de/frauenarbeit/#lucia