Mit einem Gottesdienst am Reformationstag, Samstag, 31. Oktober, wird Anke Thürigen offiziell als Gemeindepädagogin der Evangelischen Kirchengemeinde Heppenheim eingeführt. Die Feier beginnt um 18 Uhr in der Evangelischen Christuskirche (Theodor-Storm-Straße 10). Dazu laden das Evangelische Dekanat Bergstraße und die Kirchengemeinde gemeinsam ein. Die Einladung sprechen Ute Gölz, Präses des Dekanats, Pfarrerin Silke Bienhaus, stellvertretende Dekanin, sowie Pfarrerin Jasmin Setny aus dem Verkündigungsteam von „Evangelisch in Heppenheim“ aus. Im Rahmen des Einführungsgottesdienstes wird Anke Thürigen gemeinsam mit Gemeindepfarrerin Jasmin Setny eine Dialog-Predigt halten.
Mit Anke Thürigen gewinnt die Kirchengemeinde eine erfahrene Fachfrau für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Sie folgt auf Edith Zapf, die im Sommer nach mehr als 40 Jahren im Dienst der Evangelischen Kirche in den Ruhestand verabschiedet wurde. Thürigen hat ihre neue Aufgabe bereits zum 1. September übernommen. Angestellt ist sie mit einer halben Stelle beim Evangelischen Dekanat Bergstraße. Darüber hinaus erteilt sie zwei Wochenstunden evangelischen Religionsunterricht an der Heppenheimer Schloss-Schule.
Ihr künftiger Arbeitsschwerpunkt liegt vor allem bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden, den ehrenamtlich Mitarbeitenden sowie Kindern unterschiedlicher Altersgruppen. Dabei möchte Thürigen gemeinsam mit vielen engagierten Menschen die Kinder- und Jugendarbeit weiterentwickeln, Bewährtes fortführen und neue Ideen einbringen. Auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen der Kirchengemeinde liegt ihr am Herzen.
Für diese Aufgaben bringt die neue Gemeindepädagogin umfangreiche Erfahrungen mit. Thürigen, Jahrgang 1972, erlernte zunächst den Beruf der Erzieherin und arbeitete einige Jahre in einer Kindertagesstätte. Anschließend studierte sie Diplom-Sozial- und Diplom-Religionspädagogik. Ihre berufliche Laufbahn als Gemeindepädagogin begann sie am 15. Februar 2007 in Birkenau. Dort widmete sie sich zunächst vor allem der Arbeit mit Kindern. Später kamen weitere Aufgaben hinzu, unter anderem in der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten.
Seit 2017 war Thürigen im Rahmen einer gemeinsamen Dekanatsstelle für die Kirchengemeinden Birkenau und Mörlenbach tätig. Insgesamt prägte sie 19 Jahre lang die kirchliche Arbeit in Birkenau und neun Jahre lang die Angebote in Mörlenbach. In dieser Zeit entwickelte und begleitete sie zahlreiche Projekte. Dazu gehörten Kinderbibeltage, Konfi-Freizeiten, Familien- und Kindergottesdienste, Kleinkindgottesdienste, Psalmtage und das Konfi-3-Modell, das Kinder bereits im Grundschulalter mit dem christlichen Glauben vertraut macht. An dessen Einführung in Birkenau im Jahr 2010 war Thürigen maßgeblich beteiligt.
Darüber hinaus engagierte sie sich dafür, die Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden zu stärken und Angebote über Gemeindegrenzen hinweg zu entwickeln. „Gemeindegrenzen sind für mich keine Grenzen“, hatte sie bei ihrer Verabschiedung aus dem Evangelischen Nachbarschaftsraum Odenwald Süd im März betont. Damals würdigte Pfarrerin Mirjam Daume-Wolff insbesondere Thürigens Fähigkeit, Menschen aus verschiedenen Gemeinden zusammenzubringen. Auch Silke Bienhaus hob ihre Leidenschaft für den Beruf, ihre tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben und ihre hohe fachliche Qualifikation hervor.
Über ihre Tätigkeit in der Kirchengemeinde hinaus engagiert sich Thürigen auch auf gesamtkirchlicher Ebene: Sie ist gewähltes Mitglied des Ständigen Ausschusses des gemeindepädagogischen Dienstes (SAGD) und gehört dessen Vorstand an. Der SAGD ist die Selbstvertretung des Gemeindepädagogischen Dienstes (GPD) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Nach ihrem Abschied aus Birkenau und Mörlenbach blieb Thürigen zunächst im Dekanat tätig. Im Heppenheimer Haus der Kirche übernahm sie die Vertretung im vakanten Referat „Kirche mit Kindern“. In der Kreisstadt ist sie auch aus früheren beruflichen Stationen keine Unbekannte: Unter anderem war sie bereits in der Heilig-Geist-Gemeinde tätig.
Wie sehr ihr die gemeindepädagogische Arbeit am Herzen liegt, hatte Thürigen bei ihrer Verabschiedung in Mörlenbach deutlich gemacht. „Mir ist immer bewusster geworden, dass ich mit Leib und Seele Gemeindepädagogin bin“, sagte sie damals und brachte ihre Haltung mit einem kurzen Satz auf den Punkt: „Ich liebe, was ich tue!“
Auch persönlich hat sich die neue Gemeindepädagogin den Heppenheimer Gemeindemitgliedern bereits vorgestellt. Sie lebt mit ihren beiden Hunden in Weinheim und freut sich nach eigenen Worten auf viele Begegnungen, einen offenen und lebendigen Austausch sowie eine gute Zusammenarbeit. Wer Fragen zu ihrer Arbeit oder zu ihrer Person habe, könne jederzeit das Gespräch mit ihr suchen.
Eine erste Gelegenheit dazu bietet der Einführungsgottesdienst am Reformationstag. Beim traditionellen Beisammensein im Anschluss an die Feier können die Gemeindemitglieder und weitere Interessierte Anke Thürigen persönlich kennenlernen und sie in ihrer neuen Aufgabe willkommen heißen.