Sechs neue Beauftragungen, Ehrungen für bis zu 25 Jahre ehrenamtliches Engagement und ein besonderer Dank für die bisherige kommissarische Leitung: Der Festgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen der Notfallseelsorge Bergstraße in der Evangelischen Christuskirche Heppenheim bot nicht nur Gelegenheit zum Rückblick auf ein Vierteljahrhundert gelebte Nächstenliebe. Er bildete zugleich den feierlichen Rahmen, um neue Kräfte in den Dienst zu entsenden und langjährige Mitarbeitende für ihren Einsatz zu würdigen.
Die Beauftragungen übernahm Pfarrerin Silke Bienhaus, Dekanin in Stellvertretung des Evangelischen Dekanats Bergstraße, die innerhalb der Dekanatsleitung für den Bereich Notfallseelsorge zuständig ist. Dabei galt es, zwischen zwei Ausbildungsabschnitten zu unterscheiden: Während zwei Ehrenamtliche nach abgeschlossener Ausbildung zunächst in die Hospitanz entsandt wurden, erhielten vier weitere nach erfolgreich absolvierter Ausbildung und Hospitanz ihre offizielle Beauftragung für den eigenständigen Dienst in der Notfallseelsorge.
Sechs neue Beauftragungen
Zur Hospitanz beauftragte Bienhaus Christine Burg-Seibel, die von Pfarrerin Jasmin Setny als Patin begleitet wird, sowie Caroline Prahst, der Brigitte Freudenberg als Patin zur Seite steht. Während der Hospitanz sammeln die angehenden Notfallseelsorgerinnen praktische Erfahrungen und begleiten erfahrene Kräfte bei deren Einsätzen. Beide erhielten im Gottesdienst ihre Urkunden und die entsprechende Ausstattung.
Vier weitere Ehrenamtliche haben diesen Ausbildungsweg bereits vollständig durchlaufen und wurden nun offiziell als Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger beauftragt: Gregor Spitzmüller, dessen Pate Roland Kubitza von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist, sowie Ingo Stechmann, der von Constance Schön (EKHN) begleitet wurde. Ebenfalls beauftragt wurden Maren Mikolon mit ihrem Paten Markus Jodlbauer von der Evangelischen Christuskirche Bensheim und Rita Plichta mit ihrer Patin Angelika Heinert von der katholischen Kirche. Sie erhielten als Zeichen ihrer Beauftragung jeweils eine Kerze und eine Urkunde.
Anerkennung für langjähriges Engagement
Im weiteren Verlauf der Feier würdigten Gemeindereferent Dr. Michael Held vom Katholischen Bistum Mainz und Christine Burg-Seibel vom Evangelischen Dekanat Bergstraße, die gemeinsam das Koordinatoren-Team der Notfallseelsorge bilden, langjährige Mitarbeitende.
Für zehn Jahre Engagement wurden Claudia Heuschmann, André Dykier, Fabia Krenz und Volker Reichelt geehrt. Als Zeichen der Anerkennung waren für sie eine Engelurkunde sowie ein Teelichtstein vorgesehen.
Auf 15 Jahre im Dienst der Notfallseelsorge blicken Olaf Heuschmann und Frank Sticksel zurück. Ihre Ehrung umfasste neben der Engelurkunde das Buch „Schuld macht Sinn“.
Eine besondere Würdigung erfuhren schließlich vier Menschen, die der Notfallseelsorge seit deren Gründungsjahr die Treue gehalten haben: Steffi Beckmann, Silke Bienhaus, Klaus-Willi Schmidt und Hubert Simonis wurden für 25 Jahre Engagement ausgezeichnet. Als Anerkennung für ein Vierteljahrhundert im Dienst an Menschen in existenziellen Krisensituationen erhielten sie eine Engelurkunde, ein Engel-Duo sowie eine goldene Nadel.
Auch diejenigen, die am Festgottesdienst nicht persönlich teilnehmen konnten, wurden bei den Ehrungen berücksichtigt. Dazu zählten André Dykier und Frank Sticksel.
Dank für kommissarische Leitung
Einen besonderen Dank richtete Silke Bienhaus zudem an Pfarrerin Jasmin Setny. Diese hatte die Notfallseelsorge Bergstraße bis vor Kurzem kommissarisch geleitet und damit in einer Übergangsphase Verantwortung für die Einrichtung übernommen.
Die Beauftragungen und Ehrungen machten zugleich deutlich, dass die Notfallseelsorge von zwei Voraussetzungen lebt: von Menschen, die sich neu für diesen anspruchsvollen Dienst gewinnen lassen, und von jenen, die ihm über viele Jahre verbunden bleiben. Ihr gemeinsames Engagement bildet die Grundlage dafür, dass Menschen im Kreis Bergstraße auch künftig in ihren schwersten Stunden nicht allein gelassen werden.
Redaktioneller Hinweis: Ich habe sämtliche Namen aus der beigefügten Liste berücksichtigt, einschließlich der beiden durchgestrichenen Personen André Dykier und Frank Sticksel. Die Bezeichnungen der Ehrungsgeschenke habe ich entsprechend der Vorlage übernommen.