Wie lang erschien ein Sommer, als man neun Jahre alt war? Welche Träume hatte man mit 16? Und was ist aus den Hoffnungen und Vorstellungen geworden, mit denen man einst ins Leben aufgebrochen ist? Um diese und viele weitere Fragen dreht sich ein besonderer Konzertabend, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Birkenau-Reisen für Samstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr in die Evangelische Kirche Birkenau einlädt. Unter dem Titel „Das volle Leben – Eine (musikalische) Lebensreise“ verbinden Pfarrer Marcel Albert, Sängerin Friederike Rhein und Kirchenmusiker Till Otto poetische Texte mit moderner Klaviermusik und Gesang.
Im Mittelpunkt des Abends steht ein durchgehender poetischer Monolog, mit dem Marcel Albert die Geschichte eines Menschenlebens erzählt. Sie beginnt beim Staunen der Kindheit, als die Welt noch voller Geheimnisse steckt und die Zeit scheinbar unbegrenzt zur Verfügung steht. Es folgen die Jugendjahre mit ihren großen Träumen, die ersten Erfahrungen mit der Liebe und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Entscheidungen müssen getroffen, Wege eingeschlagen und manchmal auch wieder verlassen werden.
Doch die musikalische Lebensreise erzählt nicht nur von Aufbruch, Glück und erfüllten Hoffnungen. Auch Enttäuschungen, Brüche und das Scheitern gehören dazu. Menschen verlieren einander, müssen Abschied nehmen oder erkennen, dass sich nicht alle Wünsche verwirklichen lassen. Zugleich geht es um die Kraft, nach schwierigen Erfahrungen wieder aufzustehen, um Vergebung und Versöhnung, um Dankbarkeit für das Erlebte und um die Hoffnung auf das, was bleibt.
Die Texte von Marcel Albert werden von Friederike Rhein mit ihrem Gesang und Till Otto am Klavier musikalisch begleitet. Sprache und Musik verbinden sich dabei zu einer zusammenhängenden Erzählung. Die musikalischen Beiträge greifen die unterschiedlichen Stimmungen der Lebensreise auf und verleihen den Gedanken und Gefühlen des poetischen Monologs zusätzlichen Ausdruck.
Der Abend richtet sich an Menschen unterschiedlicher Generationen. Unabhängig davon, an welcher Stelle der eigenen Lebensreise sie gerade stehen, dürften viele der angesprochenen Erfahrungen vertraut sein. „Das volle Leben“ lädt dazu ein, sich in den erzählten Geschichten wiederzufinden, Erinnerungen nachzuspüren und vielleicht auch einen neuen Blick auf die eigene Biografie zu gewinnen. Es ist ein Abend zum Zuhören, Erinnern, Lachen und Nachdenken, bei dem eine Frage im Mittelpunkt steht: Was zählt eigentlich wirklich?
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Spenden sind willkommen.