Mitten in ländlicher Umgebung feiert die Evangelische Kirchengemeinde Auerbach und Hochstädten am Sonntag, 4. Oktober, das Erntedankfest. Zum Gottesdienst lädt die Gemeinde ab 10 Uhr auf den Hof Konold in Hochstädten ein.
Der Hof am Ortsausgang bildet den passenden Rahmen für die Feier. Ein Strohballen wird zum Altar und damit zum Mittelpunkt des Gottesdienstes. Darauf werden die Erntegaben präsentiert. Sie stehen für die Früchte der Erde und zugleich für die menschliche Arbeit, die notwendig ist, damit Lebensmittel erzeugt werden können.
Das Erntedankfest gehört zu den traditionellen Festen im Kirchenjahr. Es erinnert daran, dass eine gute Ernte und ausreichend Nahrung trotz aller technischen Möglichkeiten keine Selbstverständlichkeit sind. Zugleich reicht der Gedanke des Dankens über die Landwirtschaft hinaus: Erntedank bietet Gelegenheit, bewusst wahrzunehmen, was das eigene Leben trägt und bereichert.
Diesen persönlichen Blick greift der Gottesdienst auf Hof Konold auf. Die Besucherinnen und Besucher erhalten die Möglichkeit, öffentlich zu formulieren, wofür sie dankbar sind. Wer seinen Dank mit den anderen Gottesdienstbesuchern teilt, kann eine Sonnenblume mit nach Hause nehmen. Sie soll als sichtbares Zeichen über den Gottesdienst hinaus an diesen Gedanken erinnern.
Die Predigt hält Pfarrer Christof Achenbach. Im Mittelpunkt steht ein bekannter Liedtext nach Matthias Claudius. Der Dichter ist eng mit der Tradition des Erntedankfestes verbunden: Sein Text „Wir pflügen und wir streuen“ beschreibt einerseits die Arbeit der Menschen auf den Feldern und bringt andererseits die Überzeugung zum Ausdruck, dass Wachstum und Gedeihen letztlich nicht allein in menschlicher Hand liegen.
Für die musikalische Gestaltung sorgt der Bläserchor Balkhausen. Mit seiner Musik begleitet das Ensemble den Gottesdienst unter freiem Himmel.