Was macht eine gute Freundschaft aus? Warum sind Freundinnen und Freunde gerade in schwierigen Lebensphasen so wichtig? Und wie gelingt es, auch bei unterschiedlichen Meinungen oder Konflikten miteinander verbunden zu bleiben? Um diese und weitere Fragen geht es bei einem besonderen Gottesdienst, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Schwanheim in Kooperation mit der Evangelischen Stephanusgemeinde Bensheim für Mittwoch, 4. November, einlädt. Der „Freundschaftsgottesdienst“ beginnt um 19 Uhr in der evangelischen Kirche Schwanheim. Gestaltet wird er von Pfarrerin Carina Louise Schmidt-Marburger aus Schwanheim und ihrer Bensheimer Kollegin Claudia Pisa. Die beiden Pfarrerinnen verbindet selbst eine Freundschaft.
Unter dem Motto „Freundschaft, die trägt“ wollen sie eine zwischenmenschliche Beziehung in den Mittelpunkt rücken, die für viele Menschen eine wichtige Stütze im Leben ist. Freundschaften schenken Halt, ermöglichen ehrliche Gespräche und verbinden Menschen über unterschiedliche Ansichten hinweg. Zugleich brauchen sie Zeit, Aufmerksamkeit und bisweilen auch den Mut, nach einem Streit wieder aufeinander zuzugehen. Gerade darin liegt ihre besondere Kraft: Freundschaft kann tragen, wenn anderes im Leben ins Wanken gerät.
Der Gottesdienst lädt dazu ein, über eigene Erfahrungen nachzudenken und die Bedeutung persönlicher Freundschaften neu zu entdecken. Neben Liedern und geistlichen Impulsen stehen verschiedene Stationen und kreative Mitmachaktionen auf dem Programm. Sie bieten Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch die biblische Perspektive auf Freundschaft wird aufgegriffen. Dabei geht es unter anderem darum, einander anzunehmen, sich gegenseitig zu stärken und auch in schwierigen Zeiten füreinander da zu sein.
Eine Besonderheit des Gottesdienstes ist die Möglichkeit, die eigene Freundschaft segnen zu lassen. Wer gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin kommt, kann die persönliche Verbundenheit bewusst unter Gottes Segen stellen – als Zeichen der Dankbarkeit für das gemeinsam Erlebte und der Hoffnung auf eine Freundschaft, die auch künftigen Herausforderungen standhält.
Eingeladen sind ausdrücklich Menschen aller Altersgruppen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Freundschaft bereits seit dem Kindergarten besteht, während der Schulzeit entstanden ist oder erst seit wenigen Tagen wächst. Ebenso willkommen sind Menschen, die sich am Arbeitsplatz, beim Sport oder im Ehrenamt kennengelernt haben. Ob zu zweit, zu dritt, als ganze Clique oder allein: Der Gottesdienst steht allen Interessierten offen.
Im Anschluss laden die beiden Kirchengemeinden zu einem geselligen Beisammensein mit Getränken und kleinen Snacks ein. Dabei besteht Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Menschen kennenzulernen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Vielleicht ist dies auch der Beginn einer neuen Freundschaft.