Konfirmanden aus Fürth und Lindenfels unterstützen Tafel mit 800 Euro

veröffentlicht 08.10.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Eine Konfirmandengruppe aus Fürth und Lindenfels hat die Tafel in Rimbach besucht und eine Spende von 800 Euro übergeben. Die Jugendlichen lernten die Arbeit der Einrichtung kennen und erfuhren, wie rund 100 Ehrenamtliche mehr als 1000 Menschen unterstützen.

Mit einer Spende von 800 Euro hat eine Konfirmandengruppe aus Fürth und Lindenfels die Arbeit der Tafel in Rimbach unterstützt. Die Jugendlichen hatten beim Kirchenkaffee anlässlich ihrer Einführung 555,55 Euro eingenommen. Die Kirchengemeinde stockte den Betrag auf 800 Euro auf. Bei einem anschließenden Besuch der Tafel, die sich in Trägerschaft der Regionalen Diakonie Südhessen befindet, informierten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden darüber, wie die Einrichtung arbeitet und welche Bedeutung das ehrenamtliche Engagement für die Versorgung bedürftiger Menschen hat.

Begleitet wurden die Jugendlichen von Pfarrerin Nina Nicklas-Bergmann, Gemeindepädagogin Birgit Ruoff und Tafel-Koordinator Eckhardt Poduschnik. Vor Ort konnten sie unmittelbar miterleben, wie Lebensmittel angeliefert und für die spätere Ausgabe sortiert werden. Dabei erfuhren sie, dass die Tafel derzeit 1020 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Rund 100 Ehrenamtliche kümmern sich um die Abholung, Sortierung und Ausgabe der Waren. Träger der Tafelarbeit ist die Diakonie. Für die Verwaltung ist Kim Orzol zuständig.

Die Lebensmittel erhält die Einrichtung vor allem von Supermärkten aus der Region, aber auch von landwirtschaftlichen Betrieben. Dahinter steht ein Grundgedanke, der die Tafelbewegung seit ihren Anfängen prägt: Noch genießbare Lebensmittel sollen nicht im Müll landen, sondern sinnvoll verwendet werden. „Lebensmittel retten – Menschen helfen“ lautet deshalb das Motto der Tafeln in Deutschland, die sich zu einem gemeinsamen Verband zusammengeschlossen haben.

Wie wichtig diese Arbeit inzwischen auch für die soziale Unterstützung geworden ist, verdeutlicht die Zahl der Menschen, die in Rimbach auf das Angebot angewiesen sind. Allerdings können nicht alle Interessierten die Tafel nutzen. Voraussetzung ist ein entsprechender Berechtigungsnachweis. Zudem werden die Lebensmittel gegen einen geringen Kostenbeitrag abgegeben. Ein gut gefüllter Einkaufswagen kostet für eine alleinstehende Person zwei Euro, für ein Ehepaar drei Euro. Kinder erhalten die Lebensmittel kostenlos.

Die Unterstützung durch die Tafel kann die regelmäßige Versorgung mit Lebensmitteln allerdings nicht vollständig ersetzen. „Dabei kann der Einkauf bei der Tafel nicht den Bedarf für den ganzen Monat decken, aber idealerweise einen Einkauf ersparen, so dass die Kunden am kulturellen Leben teilnehmen können oder sich einen Schwimmbadbesuch leisten können“, erläuterte Kim Orzol.

Damit die Einrichtung ihre Aufgaben erfüllen kann, ist sie auf unterschiedliche Formen der Unterstützung angewiesen. Neben Lebensmittelspenden benötigt sie finanzielle Zuwendungen, beispielsweise um die Benzinkosten für die Abholung der Waren zu decken. Ebenso unverzichtbar sind die Menschen, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen und regelmäßig ehrenamtlich mitarbeiten.

Welche persönliche Bedeutung dieses Engagement haben kann, vermittelte Helga Ullmann den Jugendlichen bei ihrem Besuch. „Ehrenamt macht glücklich, das muss man sagen“, fasste sie ihre Erfahrungen zusammen. Zwar sei die Arbeit mitunter anstrengend, doch am Ende eines Einsatztages überwögen Zufriedenheit und das Gefühl, etwas Sinnvolles geleistet zu haben.

Dabei gehe es nicht allein darum, Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren und Menschen mit geringem Einkommen zu unterstützen. Ebenso wichtig seien die Begegnungen und persönlichen Kontakte, die während der gemeinsamen Arbeit entstehen. Über die Jahre hätten sich innerhalb des ehrenamtlichen Teams auch Freundschaften entwickelt.

Dass der Gedanke der Lebensmittelrettung über die eigentliche Tafelarbeit hinausreicht, erfuhren die Konfirmandinnen und Konfirmanden ebenfalls. Lebensmittel, die nach der Ausgabe übrig bleiben, werden nicht einfach entsorgt. Stattdessen gelangen sie in die Schränke der Initiative „Foodsharing“. Dort stehen sie allen Menschen zur Verfügung, die dazu beitragen möchten, noch genießbare Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu bewahren.