Online-Workshop nimmt digitalen Stress in den Blick

veröffentlicht 17.09.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Wie lässt sich digitaler Stress reduzieren, ohne auf Smartphone, Tablet und soziale Medien zu verzichten? Darum geht es am 29. Oktober bei einer kostenfreien Online-Veranstaltung der 13. Medientage im Kreis Bergstraße mit Katrin Helwig.

Smartphone, Tablet und Laptop sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Ständige Erreichbarkeit, Multitasking und die Fülle digitaler Reize können jedoch zur Belastung werden. Wie ein gesunder Umgang mit digitalen Medien gelingen kann, zeigt Katrin Helwig vom Evangelischen Dekanat Bergstraße am 29. Oktober, Donnerstag, von 16 bis 18 Uhr. Die kostenfreie Online-Veranstaltung „Mediale Resilienz – Umgang mit digitalem Stress“ findet im Rahmen der 13. Medientage im Kreis Bergstraße statt.

Helwig arbeitet als Referentin für „Digitale Medienbildung“ beim Evangelischen Dekanat Bergstraße. Sie verfügt zudem über eine Zusatzqualifikation im Bereich „Mediale Resilienz“. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Menschen digitale Medien nutzen können, ohne dass die eigene Gesundheit darunter leidet. Dabei arbeitet sie mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Die Online-Veranstaltung richtet sich vor allem an Fachkräfte und weitere Personen, die Wissen in ihrem beruflichen Umfeld weitergeben. Angesprochen sind Beschäftigte aus Schulen, der außerschulischen Sozial- und Bildungsarbeit, Einrichtungen der Jugendhilfe sowie der Polizei.

Ausgangspunkt des Workshops ist eine Erfahrung, die viele Menschen aus ihrem Alltag kennen: Eine Nachricht erscheint auf dem Smartphone, eine App fordert Aufmerksamkeit, eine E-Mail trifft ein – und schon gerät aus dem Blick, was man eigentlich gerade erledigen wollte. Digitale Geräte gehören für Fachkräfte ebenso selbstverständlich zum Alltag wie für Kinder und Jugendliche. Ihre intensive Nutzung kann jedoch Stress auslösen. Als mögliche Belastungen nennt die Referentin Überlastung, ständige Erreichbarkeit, Multitasking und das Gefühl, rund um die Uhr online sein zu müssen. Auf Dauer können solche Faktoren Körper und Geist belasten.

Dabei geht es nicht darum, Smartphone und soziale Medien vollständig aus dem Leben zu verbannen. Statt eines völligen „Digital Detox“ nimmt der Workshop einen bewussten und gesundheitsförderlichen Umgang mit Medien in den Blick. Die Teilnehmenden beschäftigen sich unter anderem damit, warum Apps und soziale Medien so stark um Aufmerksamkeit werben. Sie gehen außerdem der Frage nach, wie sich die Vorteile digitaler Medien nutzen lassen, ohne ihre Risiken aus den Augen zu verlieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Situationen, in denen digitaler Stress akut wird. Die Teilnehmenden sollen Möglichkeiten kennenlernen, in solchen Momenten handlungsfähig zu bleiben und selbstbestimmt zu reagieren. Auch die pädagogische Praxis spielt eine wichtige Rolle: Der Workshop zeigt auf, wie Fachkräfte das Thema gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen bearbeiten können. Damit verbindet die Veranstaltung Wissen über digitale Belastungen mit konkreten Fragen aus Schule, Jugendhilfe und Bildungsarbeit.

Nach der Begrüßung um 16 Uhr beginnt um 16.15 Uhr der fachliche Input von Katrin Helwig. Ab 17 Uhr stehen Austausch und Praxisbezug im Mittelpunkt. Um 17.45 Uhr ist eine Evaluation vorgesehen. Die Veranstaltung endet um 18 Uhr. Sie findet online über Zoom statt und ist kostenfrei. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine automatisierte Bestätigung mit den Zugangsdaten.

Die 13. Medientage werden gemeinsam von mehreren Partnern getragen: das sind der Kreis Bergstraße, das Polizeipräsidium Südhessen, das Netzwerk gegen Gewalt, das Evangelische Dekanat Bergstraße sowie das Zentrum Bildung und Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Damit bringen die Medientage Akteure aus kommunaler Verwaltung, Polizei, Präventionsarbeit, Kirche und Bildung zusammen.

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