Vortrag im Michaelsforum: Was würdevolles Sterben ausmacht

veröffentlicht 02.11.2026 von mr, Ev. Dekanat Bergstraße

Die Soziologin Swantje Goebel spricht im Michaelsforum über Selbstbestimmung, menschliche Würde und die Begleitung schwer kranker Menschen am Lebensende. Anschließend besteht Gelegenheit zum Austausch.

Was bedeutet es, in Würde zu sterben? Und wie lässt sich sicherstellen, dass Menschen auch am Lebensende selbstbestimmt bleiben und ihre persönlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Vortrags- und Gesprächsabend des Michaelsforums der Evangelischen Michaelsgemeinde Bensheim. Am Mittwoch, 11. November, um 19.30 Uhr ist die Soziologin Swantje Goebel im Gemeindehaus Nord, Darmstädter Straße 25, zu Gast.

Goebel gehört dem Vorstand des Hospiz-Vereins Bergstraße an und beschäftigt sich seit vielen Jahren in Forschung, Lehre und Praxis mit Fragen rund um das Lebensende. In ihrem Impulsvortrag geht sie der Frage nach, was ein würdevolles Sterben ausmacht und welche Bedeutung dabei der Hospizgedanke hat.

Die Würde des Menschen ist unveräußerlich. Zugleich ist es ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, auch in Zeiten schwerer Krankheit, Pflegebedürftigkeit und des Abschieds mit Würde behandelt zu werden. Viele Menschen fürchten die Vorstellung, ihre letzten Tage oder Wochen schwer krank, von anderen abhängig und in einer fremden Umgebung verbringen zu müssen.

Die Hospizarbeit setzt dem ein Konzept entgegen, das die individuellen Wünsche und Bedürfnisse sterbender Menschen in den Mittelpunkt stellt. Selbstbestimmung, Solidarität und eine ganzheitliche Begleitung spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Swantje Goebel wird erläutern, wie sich diese Grundsätze in der Praxis verwirklichen lassen und weshalb hospizliche Begleitung zu einem würdevollen Lebensende beitragen kann. Im Anschluss an den Vortrag sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.