Wie Social Media das Bild von Frauen prägt

veröffentlicht 31.08.2026 von red, Ev. Dekanat Bergstraße

Eine dreiteilige, kostenfreie Online-Reihe beleuchtet Frauenbilder in der digitalen Welt: Im Fokus stehen Mütterbilder und Care-Arbeit auf Instagram, antifeministische Narrative in sozialen Medien sowie die Frage, wie Künstliche Intelligenz gerechter werden kann.

Wie beeinflussen soziale Medien unser Bild von Frauen und Müttern? Wie verbreiten sich antifeministische Rollenbilder und welche Strategien gibt es, ihnen etwas entgegenzusetzen? Und wie lässt sich Künstliche Intelligenz feministischer und gerechter gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die dreiteilige Online-Reihe „Frauen in der digitalen Welt: Objekt, Konsumentin, Akteurin“. Veranstalterinnen sind der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau (EFHN), die evangelische arbeitsgemeinschaft familie hessen (eaf hessen) und das Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN (ZBG).

Social Media ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Instagram, TikTok und andere Plattformen beeinflussen nicht nur Konsumentscheidungen, sondern auch Selbstbilder und Vorstellungen davon, wie Frauen und Mütter aussehen und sein sollen. Gleichzeitig gewinnen antifeministische Narrative und rückwärtsgewandte Geschlechterbilder im Internet zunehmend an Präsenz. Auch Künstliche Intelligenz ist nicht neutral: Sie kann bestehende Stereotype und gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren.

Die drei Online-Veranstaltungen beleuchten diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven:

Mütterbilder und Care-Arbeit auf Instagram
Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18-20 Uhr
Den Auftakt bilden Grit Marti Lange und Hannah Lichtenthäler von Netzforma* e.V. Sie beschäftigen sich mit der Darstellung von Müttern und Care-Arbeit auf Instagram und fragen: Welche Bilder von Mutterschaft werden vermittelt? Welche Wirkung haben diese (Selbst-)Darstellungen? Und welche Verbindungen gibt es zu Antifeminismus und rechts-autoritären Ideologien?
https://www.zbg-ekhn.de/veranstaltungen/kurs/1-Online-Frauen-in-der-digitalen-Welt-Konstruktion-von-Muetterbildern-in/2026-D-086

Antifeministische Narrative auf Social Media und Konterstrategien
Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18-20 Uhr
Antifeminismus findet in sozialen Medien ein großes Publikum. Stereotype Rollenbilder, digitale sexualisierte Gewalt und Radikalisierung können insbesondere junge Menschen erreichen und ihre Weltsicht beeinflussen. Lara Niederberger vom Verein mediale pfade zeigt nicht nur, wie antifeministische Narrative funktionieren, sondern stellt auch Handlungsmöglichkeiten und Konterstrategien vor.
https://www.zbg-ekhn.de/veranstaltungen/kurs/2-Online-Frauen-in-der-digitalen-Welt-Antifeministische-Narrative/2026-D-087

Feministische KI – Ungerechtigkeit überwinden
Donnerstag, 5. November 2026, 18-19:30 Uhr
Künstliche Intelligenz ist nicht neutral. Sie entsteht innerhalb gesellschaftlicher Machtverhältnisse und kann Stereotype, Vorurteile und Ungleichheiten reproduzieren. Dr. Eva Gengler, Speakerin, Co-Founderin der feminist AI Community und Autorin des Buches „Feministische KI“, fragt deshalb nach den Möglichkeiten einer intersektional-feministischen Perspektive auf KI: Lässt sich in einer von profitorientierten Tech-Konzernen geprägten Welt tatsächlich bewusst gegen bestehende Ungleichheiten steuern?
https://www.zbg-ekhn.de/veranstaltungen/kurs/3-Online-Frauen-in-der-digitalen-Welt-Feministische-KI-Ungerechtigkeit/2026-D-088

Alle Veranstaltungen finden online statt und sind kostenfrei. Die drei Module können einzeln gebucht werden.

Geleitet wird die Reihe von Clara Böhme, Referentin Frauenpolitik beim Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau, Franziska Wallenta, Referentin für Bildungsarbeit mit Familien im Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN und Geschäftsführerin der eaf hessen, sowie Dr. Christiane Wessels, Referentin für politische und kulturelle Bildung im Zentrum Bildung und Gesellschaft der EKHN.