Dekanat Bergstraße

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Aktionen und Aktivitäten im Dekanat Bergstraße

Die Reformation geht weiter

EKHN

31. Oktober 2017 - dieses Datum steht für 500 Jahre Reformation. Im Vorfeld will das Evangelische Dekanat Bergstraße auf dieses Großereignis aufmerksam machen. Hier finden Sie Berichte und Informationen über Aktivitäten und Aktionen zum Reformationsjubiläum. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.

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Neue Thesen zur Zukunft der Kirche

An dem vom Evangelischen Dekanat Bergstraße ausgeschriebenen Thesenwettbewerb haben sich 86 Einzelpersonen oder Gruppen beteiligt. Einige haben mehrere Thesen eingereicht, so dass bis zum Einsendeschluss Anfang März insgesamt 111 Thesen eingegangen sind.

„Die große Resonanz hat uns überrascht und sehr gefreut“, sagte der Bergsträßer Dekan Arno Kreh. Die Bandbreite der Einsender reiche von einer Grundschulklasse über eine Abiturklasse über Kirchenvorstände bis zu Seniorenkreisen. Die neuen Thesen für unsere Zeit seien nicht allein aus dem Dekanat Bergstraße gekommen. sondern unter anderem auch aus Weinheim, Wiesbaden und Mannheim. „Thesen zur Zukunft der Kirche sind eine ökumenische Herausforderung und gehen alle Christen etwas an. Das zeigt die Beteiligung etlicher Katholiken an unserem Thesenwettbewerb“, erklärte Kreh.

Kirche bedarf immer der Reformation

„Hier stehen wir – wir können auch anders! Neue Thesen für unsere Zeit“ lautet das Motto des Wettbewerbs. Wie lesen und verstehen wir die Bibel heute? Was ist an der Kirche kritikwürdig? Was sollte sich ändern? Wie kann Glauben zeitgemäß formuliert werden? Was sind heute die Herausforderungen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung? Wie kann die ökumenische und globale Dimension des Glaubens ausgedrückt werden? Was heißt Nachfolge Jesu unten den Bedingungen des Jahres 2017? Anregungen und Antworten auf diese Fragen sollen die neuen Thesen für unsere Zeit geben.

Hochkarätige Jury

Eine Jury wird Ende März die besten Thesen auswählen. Den Vorsitz hat die Starkenburger Pröpstin Karin Held. Weitere Jury-Mitglieder sind der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt, der katholische Dekan Christian Stamm (Bergstraße Ost), die Generalsekretärin des Internationalen Rats der Christen und Juden, Pfarrerin Anette Adelmann, die Leiterin des Diakonischen Werks Bergstraße, Irene Finger, der Redaktionsleiter des Starkenburger Echo, Bernd Sterzelmaier der Catholica-Referent des Konfessionskundlichen Instituts, Pfarrer Martin Bräuer, der Schauspieler Walter Renneisen sowie zwei Mitglieder der Evangelischen Jugendvertretung im Dekanat.

Die ausgewählten Thesen werden erstmals Pfingstmontag (5. Juni) beim Freiluftgottesdienst zum 500. Reformationsjubiläum auf der Starkenburg präsentiert. Das Evangelische Dekanat will zum Innenhof der Burg einen Thesenweg gestalten. Der Gottesdienst, der musikalisch von Christoph Schöpsdau und Band gestaltet wird, beginnt um 15.17 Uhr. Im Jahr 1517 veröffentlichte Martin Luther die 95 Thesen gegen das Ablasswesen. Das gilt als Beginn der Reformation.

 Alle Veranstaltungen auf einen Blick

Das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ wird im Dekanat Bergstraße mit einer tatkräftigen Aktion eingeleitet. In 20 Kirchengemeinden werden rund um den Reformationstag am 31. Oktober Apfelbäume gepflanzt. Bislang sind von Oktober 2016 bis Oktober 2017 im Dekanat mehr als vierzig Veranstaltungen geplant, die eines deutlich machen: die Reformation geht weiter. Eine Broschüre, die im Heppenheimer Haus der Kirche erhältlich ist, informiert über alle bislang geplanten Veranstaltungen. Die Broschüre ist auch digital mit fast 20 MB schwergewichtig. Sie finden sie zum Herunterladen hier

Und wenn morgen die Welt unterginge...

Er gilt als einer der bekanntesten und häufig zitierten Sätze des Reformators, auch wenn Martin Luther ihn so nicht gesagt hat: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Es ist ein Satz, der gegen die Weltuntergangstimmung und das „Es wird doch alles immer schlimmer“ ein Zeichen der Hoffnung setzen will mit einem tatkräftigen „Trotz alledem“ und „Jetzt erst recht!“ Denn bange machen gilt nicht und aufgeben ist das Letzte, was sich Protestanten erlauben dürfen.

Im Garten der Reformation

Zum Auftakt der Veranstaltungen zum 500jährigen Reformationsjubiläum beteiligten sich 18 Kirchengemeinden und das Heppenheimer Haus der Kirche an einer Apfelbaum-Pflanzaktion (Fotos oben). Die Bäume wurden rund um den Reformationstag Ende Oktober/Anfang November 2016 gepflanzt. Bei den Apfelbaumsorten handelt es sich um alte und mitunter seltene Standort- bzw. regionaltypische Sorten, die von der Bergsträßer Initiative der Streuobstwiesenretter und vom BUND empfohlen wurden.

Die Aktion wurde jeweils mit einem inhaltlichen Impuls verbunden. Dafür hatte Pfarrerin Dr. Vera-Sabine Winkler aus Gorxheimertal liturgische Bausteine entwickelt mit dem Titel „Im Garten der Reformation“.

Die Texte "Im Garten der Reformation" finden Sie zum Nachlesen hier

Zum Vormerken:

 Eine Starke(n)-Burg ist unser Gott“

Open-Air-Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum mit Pröpstin Karin Held und Christoph Schöpsdau und Band auf der Starkenburg in Heppenheim am Pfingstmontag, 5. Juni 2017 um 15.17 Uhr.

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