Bensheimer Winterakademie
Kirche, Glaube und Gesellschaft – und ich?
© Veranstalter & KI
08.02.2026
mr
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Die Bensheimer Winterakademie 2026 widmet sich grundlegenden Fragen von Kirche, Glauben und gesellschaftlichem Zusammenleben. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe des Evangelischen Bundes Hessen und der Evangelischen Stephanusgemeinde Bensheim steht unter der Überschrift „Kirche, Glaube und Gesellschaft – und ich?“ und richtet sich an alle, die sich für Religion, Glauben, Gesellschaft und deren Wandel in Gegenwart und Zukunft interessieren.
Die Vortrags- und Diskussionsabende finden im Gemeindehaus der Evangelischen Stephanusgemeinde (Eifelstraße 37) in Bensheim statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr, die Veranstaltungen enden gegen 21 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Der gesellschaftliche Wandel verändert auch das Bild von Kirche. Für die Kirche selbst und ihre Strukturen bedeutet das eine grundlegende Herausforderung. Viele Menschen fragen sich, wo ihr Platz zwischen Tradition und Aufbruch liegt. Sie überlegen, wie ihre persönliche Spiritualität zum Gemeindeleben passt und wo sie sich einbringen können. Gleichzeitig steht die Kirche vor der Frage, wie sie Menschen heute anspricht und was diejenigen brauchen, die sich engagieren wollen. Diesen Fragen widmet sich die Bensheimer Winterakademie 2026 an drei Abenden mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Den Auftakt bildet am Dienstag, 24. Februar, um 19.30 Uhr der Abend „Kirche? Mach’ ich! – Kirche und Ehrenamt“. Dr. Birgit Pfeiffer, Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und Marcus Kleinert, Referent für Ehrenamtliche Verkündigung im Zentrum Verkündigung der EKHN, sprechen über die großen Veränderungen, vor denen Kirche steht. Hauptamtliche werden weniger, Aufgaben bleiben. Ehrenamtliches Engagement trägt Kirche zunehmend. Der Abend fragt nach dem Selbstverständnis von Kirche, nach Chancen für mehr Beteiligung und Selbstverantwortung sowie nach dem, was Menschen motiviert, sich einzubringen – und was sie davon abhält. Im Mittelpunkt stehen Engagement, Verantwortung und Zukunftsperspektiven kirchlichen Handelns.
Am Dienstag, 3. März, um 19.30 Uhr folgt das Thema „Gemeinschaft Kirche – individuelle Spiritualität?“. Katja Eschenbach, Projektleitung „MainSegen“ in Frankfurt, und Thomas Drumm von der Jesusbruderschaft e.V. in Gnadenthal beleuchten, wie Menschen heute ihren eigenen spirituellen Weg suchen. Viele bewegen sich jenseits klassischer kirchlicher Gemeinschaft, möchten aber auf bestimmte Segenszeichen nicht verzichten. Andere finden Erfüllung in gemeinschaftlichen Lebensformen, die spirituelle Tiefe und gemeinsames Leben verbinden. Der Abend geht der Frage nach, wie Kirche für beide da sein kann, wie sie individuelle Bedürfnisse wertschätzt und zugleich problematischen Formen der Individualisierung begegnet. Die Beiträge stammen aus der Praxis und greifen konkrete Erfahrungen auf.
Der dritte Abend findet am Mittwoch, 11. März um 19.30 Uhr statt und trägt den Titel „Kirche für alle – Kirche für mich?“. Bente Sterberg, Vorsitzende des Gemeindeaufbau-Vereins der Andreasgemeinde Niederhöchstadt, und Mirjam Heinz aus der Leitung der Senioren- und Demenzarbeit der Andreasgemeinde Niederhöchstadt berichten aus ihrer Arbeit. Ergänzt wird der Abend durch eine angefragte Vertretung der Koordinationsstelle Innovation der EKHN. Kirche steht heute zwischen unterschiedlichen Erwartungen. Sie will offen sein für Menschen, die neue Wege des Glaubens suchen, und zugleich Heimat bleiben für diejenigen, die seit langem verbunden sind. Zwischen innovativen Projekten und vertrauten Formen von Gemeinde stellt sich vielen die Frage, ob Kirche beides sein kann. Der Abend beleuchtet Spannungsfelder, Chancen und die Zukunft lebendiger Gemeindekultur.
Die Bensheimer Winterakademie versteht sich als Ort des Austauschs. Sie lädt dazu ein, Fragen zu stellen, mitzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen unter
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