Projekt
Gelebte Diakonie: Bensheimer Konfis engagieren sich für die Tafel
© Michael Ränker
26.02.2026
mr
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Diakonie ist gelebte Nächstenliebe und ein zentraler Baustein kirchlichen Lebens. Sie ist auch Thema im Konfirmandenunterricht, mit dem die Teenager auf die Konfirmation – die persönliche Bestätigung ihrer Taufe – vorbereitet werden.
Einen besonders lebensnahen, weil praktischen Ansatz, um die Jugendlichen an das Thema Diakonie (= Dienst am Nächsten) heranzuführen, haben die Evangelischen Kirchengemeinden Gronau-Zell und Schönberg-Wilmshausen, die Evangelische Stephanusgemeinde Bensheim sowie die Evangelische Kirchengemeinde Auerbach entwickelt und nun zum zweiten Mal umgesetzt: Die Mädchen und Jungen sammelten erneut Spenden für die örtliche Tafel.
Mit Genehmigung des Lebensmittelmarktes „Rewe“ am Berliner Ring in Bensheim bauten die Konfis der genannten Kirchengemeinden an einem Samstag vor dem Ladengeschäft einen Stand auf. Dort baten die Jugendlichen die Kundinnen und Kunden in zwei Schichten ebenso freundlich wie couragiert, etwas einzukaufen, um es anschließend an die Bensheimer Tafel in Trägerschaft des Vereins „Tafel Bensheim e. V.“ zu spenden.
Wer statt Waren Geld spendete, war ebenfalls willkommen: Die Euros wurden von den Teenagern umgehend in Waren umgesetzt – mit den Geldspenden wurde direkt im „Rewe“ eingekauft. Betreut wurden die Konfis dabei von den Gemeindepfarrern Oliver Mattes und Lukas von Nordheim sowie den Kirchenvorsteherinnen Elna Singer und Katja Boeddinghaus.
Zuvor hatten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden in den Räumen der Tafel an der Rheinstraße getroffen, um gemeinsam in das Thema Diakonie einzusteigen. Die Teenager beschäftigten sich mit der Not von Menschen und der Frage, wie Abhilfe geleistet werden kann. Dabei spielte auch das biblische Doppelgebot der Liebe eine Rolle: Demnach sind die Liebe zu Gott sowie die Liebe zum Nächsten und zu sich selbst gleich wichtig. Anschließend stellte der Trägerverein der Bensheimer Tafel seine Arbeit vor.
Während anschließend eine Hälfte der Konfis mit der ersten Spendensammel-Schicht am „Rewe“ startete, traf sich die andere Hälfte in der Stephanusgemeinde, um gemeinsam mit den Kirchenvorstandsmitgliedern Sigrid Poth und Jens Witte sowie dem Gemeindepädagogen Arik Siegel Pralinen herzustellen und zu verpacken. Auch der Erlös aus dem Verkauf der Süßigkeiten kommt der Tafel-Arbeit zugute. Danach wechselten die Teams.
Pfarrer Oliver Mattes zog am Ende eine positive Bilanz: „Die Aktion war wieder erfolgreich. Die Konfis sammelten 15 Kisten mit Lebensmitteln und übergaben sie an die Tafel. Vor allem Kaffee, Duschgel und Zahncreme hatte sich die Tafel ,gewünscht‘ – und davon konnten wir jeweils zwei Kisten mitbringen. Kaffee ist aufgrund des hohen Preises für viele ein Luxusartikel geworden. Außerdem haben die Konfis jede Menge leckere Pralinen hergestellt, die zugunsten der Tafel in den Gottesdiensten verkauft wurden.“ Der Erlös aus dem Verkauf der Süßigkeiten beläuft sich auf rund 600 Euro – auch dieser Betrag geht an die Tafel.
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