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Bilanz

Notfallseelsorge begleitete im Jahr 2025 fast 750 Menschen

© Notfallseelsorge Bergstraße

Die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße hat im Jahr 2025 insgesamt 165 Einsätze geleistet und 742 Menschen begleitet. Im Schnitt dauerte ein Einsatz 2:44 Stunden. Die Teams waren in allen 22 Kommunen im Einsatz – am häufigsten in Bensheim, Lampertheim und Heppenheim.

Die Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße ist im Jahr 2025 zu 165 Einsätzen ausgerückt. An 133 Tagen leisteten die Ehrenamtlichen 930 Einsatzstunden. Ein Einsatz dauerte im Durchschnitt 2 Stunden und 44 Minuten. Insgesamt begleiteten die Teams 742 Menschen in akuten Krisen. Das geht aus der aktuellen Einsatzbilanz hervor.

59 Teammitglieder engagierten sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich. Acht Hospitierende kamen neu hinzu. „Unsere Arbeit beginnt dort, wo Menschen von einem Moment auf den anderen aus ihrem Alltag gerissen werden“, sagt Pfarrerin Jasmin Setny, kommissarische Leiterin der Notfallseelsorge. Insgesamt 122 Einsätze standen im Zusammenhang mit einem Todesfall. Besonders häufig seien die Teams zu plötzlichen Todesfällen gerufen worden.

Die Statistik zeigt: 660 Erwachsene, 56 Jugendliche und 26 Kinder erhielten Begleitung. In 40 Fällen blieb eine Reanimation erfolglos, 20-mal verlief sie erfolgreich. 50 Einsätze galten plötzlichen Todesfällen, elf Mal ging es um einen vollzogenen Suizid. „Hinter jeder Zahl steht ein menschliches Schicksal“, betont Setny. Die Notfallseelsorge bleibe in diesen Momenten an der Seite der Betroffenen, höre zu und halte mit aus.

Die Ehrenamtlichen legten mehr als 10.500 Kilometer zurück. Sie waren in allen 22 Kommunen des Kreises im Einsatz. Die meisten Einsätze verzeichnete Bensheim mit 23 Alarmierungen, gefolgt von Lampertheim mit 22 und Heppenheim mit 17. In Viernheim waren es 15 Einsätze, in Bürstadt 10. Jeweils acht Einsätze entfielen auf Biblis und Fürth, sieben auf Lorsch. In Gorxheimertal, Rimbach, Wald-Michelbach und Zwingenberg rückten die Teams jeweils sechs Mal aus. Fünf Einsätze gab es in Einhausen und Lindenfels, vier in Birkenau und Grasellenbach, drei in Hirschhorn, Mörlenbach und Neckarsteinach. In Abtsteinach wurden zwei Einsätze gezählt, in Groß-Rohrheim und Lautertal jeweils einer.

Rund drei Viertel der Einsätze ereigneten sich im häuslichen Umfeld. Der Rettungsdienst forderte die Notfallseelsorge in rund 78 Prozent der Fälle an. Auch Polizei und Feuerwehr griffen auf das Angebot zurück. „Gerade wenn ein Notfall die eigene Wohnung trifft, bricht für viele eine Welt zusammen“, erklärt Setny. Dann brauche es Menschen, die Zeit haben und Orientierung geben.

Auch Einsatzkräfte selbst nahmen Unterstützung in Anspruch. In neun Fällen führte das Team Nachsorgegespräche mit Mitarbeitenden von Rettungsdienst und Feuerwehr. Dieser Dienst erfordere eine zusätzliche Ausbildung, so Setny. Seit Januar würden zehn weitere Personen dafür qualifiziert. „Wer anderen hilft, braucht manchmal selbst Hilfe.“

Die Rückmeldungen der begleiteten Menschen seien fast ausschließlich positiv. Die Dankbarkeit motiviere das Team. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Notfallseelsorge 61 Einsatzkräfte, 30 Männer und 31 Frauen.

Wer sich engagieren möchte, kann sich an die Geschäftsstelle der Notfallseelsorge im Haus der Kirche, Ludwigstraße 13 in 64646 Heppenheim, wenden. E-Mail: mail@nfs-bergstrasse.de, Telefon: 06252/6733-53 oder -54. „Wir freuen uns über alle, die sich vorstellen können, Menschen in schweren Stunden beizustehen“, sagt Setny.

Träger der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße sind neben der Evangelischen Kirche und der Katholischen Kirche auch die Feuerwehren, die Notärzte, der Malteser Hilfsdienst (MHD), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie das Technische Hilfswerk (THW). Sie entsenden je einen Vertreter in das sogenannte „Leitungsteam“ der Notfallseelsorge.

Weitere Informationen über die Arbeit der Notfallseelsorge gibt es auf der Webseite der Notfallseelsorge Südhessen:

www.nfs-suedhessen.de/bergstrasse

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