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Spendenübergabe

Volksbank Weschnitztal fördert Notfallseelsorge mit 1000 Euro

© Michael RänkerBei der Geiselnahme in der Hauptgeschäftsstelle Rimbach der Volksbank Weschnitztal am 7. Januar 2025 war auch die Notfallseelsorge Bergstraße im Einsatz. Der Vorstand des Geldinstituts bedankte sich jetzt mit einer 1000-Euro-Spende bei den Ehrenamtlichen. Unser Bild zeigt (v.l.): Christian Joos (Volksbankvorstand), Hermann Waßmuth (Förderverein der Notfallseelsorge), Pfarrerin Jasmin Setny (Leiterin der Notfallseelsorge), Hans-Peter Falter (Notfallseelsorger) und Markus Haumann (Volksbankvorstand).

Bei der Geiselnahme in der Hauptgeschäftsstelle Rimbach der Volksbank Weschnitztal am 7. Januar 2025 war auch die Notfallseelsorge Bergstraße im Einsatz. Der Vorstand des Geldinstituts bedankte sich jetzt mit einer 1000-Euro-Spende bei den Ehrenamtlichen.

Die Erinnerung an diesen 7. Januar 2025 ist für das Team der Volksbank Weschnitztal unauslöschlich: An diesem Tag hat ein 36-jähriger Mann eine 21 Jahre alte Mitarbeiterin in der Hauptgeschäftsstelle Rimbach gegen ihren Willen festgehalten und mit einem Schraubenzieher bedroht. Spezialkräfte der Polizei konnten die Geiselnahme zwar beenden und das Opfer körperlich unversehrt befreien, doch bis zum heutigen Tag ist die junge Bankangestellte nicht in der Lage ihren Beruf auszuüben.

Auch in die Erinnerung der Notfallseelsorger, die an diesem Vormittag von der Leitstelle Bergstraße nach Rimbach beordert wurden, um „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten, hat sich der Einsatz tief eingegraben. Um sich für die Unterstützung der Notfallseelsorge zu bedanken, hatte der Vorstand der Volksbank Weschnitztal jetzt eine Abordnung der Ehrenamts-Organisation an den Ort des Geschehens zu einer Spendenübergabe eingeladen:

"Ihre Organisation ist wichtig"

Die Vorstände Christian Joos und Markus Haumann übergaben einen symbolischen 1000-Euro-Scheck an Hermann Waßmuth, den Rechner des Fördervereins der Notfallseelsorge, der gemeinsam mit Pfarrerin Jasmin Setny, Leiterin der Notfallseelsorge, sowie Notfallseelsorger Hans-Peter Falter nach Rimbach gekommen war. Im Gespräch mit Jasmin Setny und Peter Falter, die beide am 7. Januar mit im Einsatz waren, erinnerten sich die beiden Vorstände an das schreckliche Geschehen – und daran, wie gut es dem Team der Volksbank Weschnitztal getan hat, die Notfallseelsorge an seiner Seite zu wissen.

„Wir wollen mit der Spende nicht nur Ihre Arbeit fördern, sondern bewusst auch mit der offiziellen Übergabe ein sichtbares Zeichen dafür setzen, wie wichtig Ihre Organisation für uns alle ist“, so Markus Haumann: „Wir standen alle miteinander – jeder auf andere Art – unter Schock.“

Auf Spenden angewiesen

Hermann Waßmuth nahm die „stolze Summe“ für den Förderverein der Notfallseelsorge mit großer Dankbarkeit entgegen: Dessen Einsätze können nicht, wie beispielsweise ein medizinischer Rettungseinsatz, abgerechnet werden, sondern Aufwendungen für Ausbildung, Ausrüstung und Einsatzfahrten werden durch Mitgliedsbeiträge und Spenden mitfinanziert.

Jasmin Setny und Hans-Peter Falter nutzten die Gelegenheit, um die Arbeit der Notfallseelsorge in ihren Grundzügen vorzustellen: Im vergangenen Jahr waren die knapp 60 Frauen und Männer an insgesamt 121 Tagen im Einsatz. Sie leisteten dabei 894 Stunden und begleiteten 600 Menschen. In jeder der 22 Bergstraßen-Kommunen war man mindestens einmal im Einsatz.

Zur finanziellen Absicherung wurde im Jahr 2008 der Förderverein Notfallseelsorge Bergstraße e.V. gegründet. Er zählt derzeit rund 130 Mitglieder, darunter Einzelmitglieder, Kirchengemeinden, Kommunen und Einrichtungen im Kreis Bergstraße. „Über jedes weitere Mitglied und jede Spende freuen wir uns sehr“, so Jasmin Setny.

Kontakt und weitere Infos

Ansprechpartnerinnen der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße sind Pfarrerin Jasmin Setny sowie Geschäftsstellenmitarbeiterin Sabina Geiger. Das Büro der Notfallseelsorge befindet sich im Heppenheimer Haus der Kirche (Ludwigstraße 13), dem Sitz des Evangelischen Dekanats Bergstraße, und ist per E-Mail: notfallseelsorge-bergstrasse@ekhn.de sowie per Telefon: 06252/6733-53 oder -54 erreichbar.

Träger der Notfallseelsorge im Kreis Bergstraße sind neben der Evangelischen Kirche und der Katholischen Kirche auch die Feuerwehren, die Notärzte, der Malteser Hilfsdienst (MHD), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie das Technische Hilfswerk (THW). Sie entsenden je einen Vertreter in das sogenannte „Leitungsteam“ der Notfallseelsorge.

Weitere Informationen über die Arbeit der Notfallseelsorge gibt es auf der Webseite der Notfallseelsorge Südhessen:

www.nfs-suedhessen.de/bergstrasse

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